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Der Norden Toter bei Brand in Flüchtlingsunterkunft
Nachrichten Der Norden Toter bei Brand in Flüchtlingsunterkunft
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12:38 19.06.2020
Blick auf die Asylunterkunft, links das ehemalige Hotel in dessen Keller das Feuer ausbrach. Quelle: Freiwillige Feuerwehr Samtgemeinde Fredenbeck
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Fredenbeck

Etwa um kurz nach 1 Uhr ist in der Nacht zu Freitag in einem Flüchtlingsheim in Fredenbeck (Landkreis Stade) ein Feuer ausgebrochen. Ein Nachbar hatte den Notruf gewählt, nachdem ihn seine bellenden Hunde auf das Feuer aufmerksam gemacht hatten. Laut Feuerwehr sollte zunächst lediglich ein Busch am Haus der Unterkunft in Brand geraten sein. Als die Einsatzkräfte dann allerdings vor Ort ankamen, stellte sich die Lage deutlich ernster dar, als zuvor angenommen.

Umgehend forderte die Feuerwehr weitere Verstärkung an – mittlerweile war klar, dass die Flammen im Keller des Hauses ausgebrochen waren. Allerdings war es kompliziert herauszufinden, wie viele Menschen sich noch in dem Gebäude befanden. Die Einsatzkräfte rechneten erstmal mit dem Schlimmsten und gingen von einem „Massenanfall von Verletzten“ aus.

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Ein Bewohner schafft es nicht aus der Flüchtlingsunterkunft

Trupps mit Atemschutzgeräten gingen nun ins die Unterkunft und suchten sie vollständig nach zurückgebliebenen Bewohnern ab. Dabei fanden sie eine Person, die es nicht mehr rechtzeitig raus geschafft hatte und die nun aufgrund der starken Rauchentwicklung reanimiert werden musste. Trotz umgehender Maßnahmen durch die Rettungskräfte starb die Person noch vor Ort.

Trupp unter Atemschutz bei Nachlöscharbeiten im Keller des Hauses in Fredenbeck. Quelle: FFW Fredenbeck

Die übrigen Bewohner blieben dagegen unverletzt. Mehr als 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdiensten waren im Einsatz. „Derzeit ist die Brandursache noch ungeklärt“, sagte Polizeisprecher Rainer Bohmbach am Vormittag. Die ersten Ermittlungen vor Ort dazu liefen bereits. „Hinweise auf ein Fremdverschulden von außen liegen bisher nicht vor“, sagte er. Genaue Ergebnisse seien erst in einigen Tagen zu erwarten.

„Das Gebäude ist vorläufig unbewohnbar“, sagte Bohmbach. Die fünf unverletzten Bewohner sollten noch am Freitag anderweitig untergebracht werden. Der entstandene Sachschaden dürfte nach ersten Schätzungen bei mindestens 150 000 Euro liegen.

Von RND/mrx

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