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Der Norden IS-Rückkehrerin war Teil des „Schwesternnetzwerkes“
Nachrichten Der Norden IS-Rückkehrerin war Teil des „Schwesternnetzwerkes“
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14:31 04.12.2019
Auf dem Flughafen Frankfurt ist Dienstagabend eine IS-Anhängerin festgenommen worden (Symbolbild). Quelle: Christoph Soeder/dpa
Celle/Frankfurt

Eine aus der Türkei abgeschobene mutmaßliche Unterstützerin der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) soll Teil eines sogenannten Schwesternnetzwerks gewesen sein. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Celle am Mittwoch mit. Unter einem „Schwesternnetzwerk“ wird ein Netzwerk radikalisierter Frauen verstanden, die weitere Frauen für den IS gewinnen und in die Aktivitäten eingliedern.

Die 30-Jährige war am Dienstagabend auf dem Frankfurter Flughafen festgenommen worden. Gegen sie lag den Angaben zufolge ein Haftbefehl aus Niedersachsen vor wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Mitarbeiter des Jugendamtes nahmen ihre Kinder in Obhut.

Erdogan droht damit, weitere IS-Anhänger abzuschieben

Die Deutsch-Syrerin soll 2014 aus Niedersachsen nach Syrien gereist sein. Auf HAZ-Anfrage teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit, dass die Frau zuletzt im Raum Vechta wohnte, sich aber bereits zuvor in Nordrhein-Westfalen radikalisiert haben soll. Von Syrien aus soll sie die Ausreise mehrerer Frauen aus Deutschland in das IS-Gebiet organisiert und dort die Heirat mit IS-Kämpfern vermittelt haben. Die Frau soll im Laufe des Mittwoch dem Ermittlungsrichter des Oberlandesgerichts Celle vorgeführt werden, der entscheidet, ob sie in Untersuchungshaft kommt.

Bereits im November war eine mutmaßliche IS-Anhängerin mit drei Kindern am Frankfurter Flughafen angekommen. Gegen die aus Mittelhessen stammende IS-Rückkehrerin wird nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt wegen der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung und wegen Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht ermittelt.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat damit gedroht, weitere mutmaßliche IS-Anhänger nach Europa abzuschieben. Im November hatte die Türkei eine siebenköpfige deutsch-irakische Familie mit Kontakt ins Salafisten-Milieu nach Deutschland abgeschoben sowie zwei Frauen, die sich dem IS angeschlossen haben sollen. Eine der mutmaßlichen IS-Anhängerinnen war nach ihrer Abschiebung in Deutschland in Untersuchungshaft genommen worden.

Von RND/lni

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