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Der Norden Polizei findet nach Leiche auch Fluchtwagen des Todesschützen von Wischhafen
Nachrichten Der Norden Polizei findet nach Leiche auch Fluchtwagen des Todesschützen von Wischhafen
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00:23 26.05.2019
Spurensuche in Wischhafen: Eine 31-jährige Frau und ihr Hund wurden offenbar von dem getrennt lebenden Ehemann erschossen. Quelle: Daniel Beneke/Tageblatt.de/dpa
Wischhafen/Norderstedt

Knapp eine Woche nach dem gewaltsamen Tod einer 31-Jährigen in Wischhafen im Kreis Stade hält die Polizei die Tat für weitgehend aufgeklärt. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Frau von ihrem Ehemann erschossen wurde. Der 52-Jährige war nach der Tat mit seinem Auto geflüchtet und hatte sich später selbst erschossen. Ein Spaziergänger hatte die Leiche des Mannes am Montag in einem Gebüsch in Norderstedt in Schleswig-Holstein gefunden.

Frau und Hund in eigenem Haus in Wischhafen erschossen

Die Frau war am vergangenen Sonnabend nicht wie gewohnt zur Arbeit erschienen. Daraufhin hatte die Polizei die Tür zum Haus der 31-Jährigen in Wischhafen aufbrechen lassen und dort die Leiche der Vermissten und ihres Hundes gefunden. Der Tatverdacht richtete sich schnell gegen den getrennt lebenden 52-jährigen Ehemann, der am Wochenende zur Fahndung ausgeschrieben wurde. Am Montag wurde die Leiche des Mannes dann im knapp 70 Kilometer entfernten Norderstedt gefunden. Er hatte sich laut Polizei selbst das Leben genommen, ein Fremdverschulden schlossen die Ermittler aus.

Nach Fahndungsaufruf: Täter lässt Wagen stehen und flieht mit dem Zug nach Norderstedt

Der Wagen, mit dem der 52-Jährige nach der Tat in Wischhafen geflohen war, ein schwarzer Dodge Journey mit Pinneberger Kennzeichen, wurde am Mittwoch auf dem Bahnhofsparkplatz in Herzhorn (Schleswig-Holstein) sichergestellt. Ein aufmerksamer Zeuge hatte das Auto nach dem Fahndungsaufruf wiedererkannt und die Beamten informiert.

Der 52-Jährige hatte das Fahrzeug dort offenbar abgestellt, als er gehört hatte, dass die Polizei nach ihm fahndet. Der Mann sei dann mit der Bahn zunächst nach Elmshorn und von dort aus vermutlich über Henstedt-Ulzburg nach Norderstedt gefahren, vermutet die Polizei.

Noch nicht alle Spuren ausgewertet

Ein Teil der Indizienkette müsse noch geschlossen werden, sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Stade am Donnerstag. So sei die Auswertung der im Dodge gefundenen Spuren noch nicht abgeschlossen. Sollten sich die bisherigen Ermittlungsergebnisse bestätigen, werde das Verfahren wohl eingestellt werden.

Von rör