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Der Norden Althusmann will Moorbrand-Medaille für Helfer
Nachrichten Der Norden Althusmann will Moorbrand-Medaille für Helfer
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17:03 25.09.2018
Die Feuerwehr kämpft seit gut drei Wochen gegen den Moorbrand beim Meppen. Quelle: Friso Gentsch/dpa
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Hannover

Der CDU-Landesvorsitzende Bernd Althusmann hat vorgeschlagen, die Helfer beim Löscheinsatz wegen des Moorbrandes mit einer Verdienstmedaille auszuzeichnen. „Wir erleben im Emsland ein großartiges bürgerschaftliches Engagement, das die Menschen im ganzen Land zusammenschweißt“, sagte der niedersächsische Wirtschaftsminister am Dienstag nach einer Sitzung der CDU-Landtagsfraktion. Die Stiftung einer Moorbrand-Medaille solle ein deutliches Zeichen des Dankes für die Einsatzkräfte der Feuerwehr, des THW, der Polizei, der Bundeswehr und der Verwaltung sowie ehrenamtlichen Entscheidungsträger sein. Daher werde er sich in der Landesregierung für dieses Projekt einsetzen.

Mehr als 1600 Helfer sind derzeit auf dem Bundeswehrtestgelände in Meppen damit beschäftigt, den durch einen Raketentest ausgelösten Brand im Moor zu löschen. Schon in der Vergangenheit hat Niedersachsen Helfer für Einsätze bei größeren Katastrophenfällen ausgezeichnet. So erhielten die Einsatzkräfte und freiwilligen Helfer bei der Brandkatastrophe in der Lüneburger Heide 1975 eine Gedenkmedaille, ebenso wurden alle Helfer bei der Hochwasserkatastrophe 2013 ausgezeichnet.

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Großbrand auf einem Gelände der Bundeswehr in Meppen. Die Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen. Doch die Löscharbeiten sind äußerst schwierig.

Bundeswehr sprengt Kampfmittelreste auf Testgelände

Auch am Dienstag gingen die Löscharbeiten weiter. Zudem will die Bundeswehr in den nächsten Tagen Munition sprengen. Das teilte ein Sprecher der Wehrtechnischen Dienststelle mit. Das Brandgebiet ist mit Munitionsresten kontaminiert, die erst beseitigt werden müssen, bevor die Feuerwehr den Bereich betreten kann. Am Dienstagnachmittag sollte es weitere Aufklärungsflüge mit einem Tornado geben.

Die Lage war am Dienstag nach Angaben der Bundeswehr und des Landkreises weiter stabil. Der Wind sei abgeschwächt, auch gebe es keine oberirdischen Feuer. Die Bewohner des Ortes Stavern seien derzeit nicht gefährdet, sagte ein Landkreissprecher. An dem Katastrophenalarm solle aber vorerst festgehalten werden.

Von dpa/RND

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