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Der Norden Wenn das E-Auto brennt – Feuerwehr setzt auf Tauchbecken
Nachrichten Der Norden Wenn das E-Auto brennt – Feuerwehr setzt auf Tauchbecken
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18:37 11.06.2019
Feuerwehr Emden übt Löschen von brennenden E-Autos Quelle: Feuerwehr Emden
Emden

Die Zahl der Elektroautos wächst, und damit auch die Gefahr schwer zu löschender Batteriebrände im Straßenverkehr. Am VW-Standort Emden hat sich die Feuerwehr gerade gründlich darauf vorbereitet – mit speziellen Tauchbecken. „Die Batterien von E-Autos zu löschen, ist eine besondere Herausforderung“, sagte Regierungsbrandmeister Ernst Hemmen am Dienstag. Bereits jetzt zeige sich, dass damit ein hoher Zeit- und Kostenaufwand verbunden ist und es zudem über Tage zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen könne.

In Emden, wo Volkswagen die Autoproduktion ganz auf E-Autos umstellen will, hat die Feuerwehr einen Schuttcontainer zum Wasserbad umfunktioniert. Der mit Teichfolie ausgelegte Container mit 80 Zentimeter hohen Seitenwänden, in dem ansonsten beispielsweise Material für Deichreparaturen transportiert wird, soll im Ernstfall als Tauchbecken für brennende E-Fahrzeuge dienen. Zwar stehen Elektroautos nach Angaben von Volkswagen nicht häufiger in Flammen als herkömmliche Fahrzeuge. Wenn die Batterie brennt, dauert das aufgrund der chemischen Reaktionen des Lithiums aber deutlich länger.

„Das oxidiert mehrere Tage, schmökelt und qualmt vor sich hin“, berichtet Emdens Stadtbrandmeister Bernd Lenz. Deshalb werde das Auto mit einem Kran zur Abkühlung in die improvisierte Badewanne gehievt. Die müsse dann tagelang an Ort und Stelle stehen bleiben. Bei einem Unfall auf der Autobahn könne es dadurch zu einer langwierigen Sperrung rund um den Container kommen. „Da muss dann eine Baustelle eingerichtet werden“, meint Lenz.

Spezielle Löschmittel für E-Busse

Die neue Löschmethode, die die Emder in der Fachliteratur entdeckt haben, hat allerdings Grenzen. In Parkhäusern und Tiefgaragen kann sie nicht zum Einsatz kommen, ebenso wenig bei Elektrobussen oder E-Lastwagen. Solche Brände könnten möglicherweise mit einem teuren Löschmittelzusatz bekämpft werden, der Wasser in Gel verwandelt. Das Gel würde dann die Batterie ummanteln und kühlen. „Dazu hat man aber noch keine richtigen Erkenntnisse“, sagt Brandmeister Hemmen. Mit zusätzlichen Kosten im Fall brennender E-Autobatterien müssten die Kommunen wohl in jedem Fall rechnen.

In anderen Bundesländern mussten Feuerwehren bereits in der Praxis Erfahrungen mit brennenden E-Autos sammeln, etwa in Stuttgart, Reutlingen und zuletzt in Dortmund. Dort wurde vergangene Woche in einem Wohngebiet ein zum Elektrofahrzeug umgebauter Smart gelöscht. „Da die Batterien immer wieder aufflammten, musste das Fahrzeug kurzerhand mit unserem Kran in ein Tauchbecken gehievt werden“, sagt eine Sprecherin. Im dem mit Wasser gefüllten Kipplaster kühlte es in Ruhe ab.

Anleitung erwünscht

Wünschen würden sich die Feuerwehren nach Angaben von Hemmen, dass sie in den verschiedenen Fahrzeugmodellen stets eine Rettungskarte vorfinden würden, mit einer Anleitung auch zum Löschen. Die Feuerwehr Hannover hat solche Hinweise, wie die unterschiedlichen Modelle zu behandeln sind, zwar grundsätzlich dabei, wie ein Sprecher sagt: „Eine Verpflichtung wäre aber sinnvoll.“ Bei Bad Bentheim hatte die örtliche Feuerwehr Anfang des Jahres erst im Internet eine Betriebsanleitung aufrufen müssen, bevor sie bei einem Unfall auf der Autobahn 30 die Stromzufuhr eines beteiligten Tesla kappen konnte.

Von Gabriele Schulte

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