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Der Norden „Kein gleichwertiger Ersatz“: Das sind die Lockdown-Pläne für Niedersachsens Schulen
Nachrichten Der Norden

Das sind die Lockdown-Pläne für Niedersachsens Schulen

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15:47 06.01.2021
Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) spricht während der Corona-Landespressekonferenz im Landtag. Quelle: Ole Spata/dpa
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Hannover

Der Lockdown in Niedersachsen wird bis zum 31. Januar verlängert und verschärft, ab Montag müssen Kitakinder und Schulkinder zunächst zu Hause bleiben. „Das ist wieder ein harter Einschnitt“, betonte Kultusminister Grant Hendrik Tonne am Mittwoch. Die neuen Regelungen beruhten nicht mehr auf Freiwilligkeit. „An Präsenzunterricht mit ganzen Klassen ist nicht zu denken“, sagte Tonne – und räumte ein, dass das Homeschooling „immer ein Weniger“ als regulärer Schulbetrieb sei. „Das ist kein gleichwertiger Ersatz zur Schule.“

„Man muss sich auch Einzelfälle anschauen“

Die Grundschulen sollen für eine Woche ins Distanzlernen gehen, danach ins Wechselmodell. Eine Maskenpflicht gilt hier im Klassenraum nicht. Weiterführende Schulen unterrichten ihre Schüler bis zum Ende des Schulhalbjahrs digital zu Hause. Allerdings soll es eine weitgehende Notbetreuung geben für Kita-Kinder und Schüler in den Klassen 1 bis 6. Alle Abitur- und weiteren Abschlussklassen werden außerdem von Montag an bis zum 29. Januar in geteilten Klassen nach Szenario B unterrichtet.

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„Es ist nicht erwartbar, dass es 6 Stunden Online-Unterricht gibt“, erläuterte Tonne. Homeschooling bestehe aus einer Mischung aus Kontakt halten, Verteilen von Arbeitsblättern und eigenständigem Erarbeiten von Inhalten. Bei der Notbetreuung gelte ein besonderes Augenmerk den Kindern mit Unterstützungsbedarf etwa im sprachlichen Bereich. „Dabei muss man sich auch Einzelfälle anschauen“, sagte der Minister. Es gehe auch um Kontakte jenseits von reinen Lerninhalten.

Um seine Abschlüsse müsse sich dennoch niemand sorgen, betonte Tonne – beim Abitur sollen die Prüfungsinhalte angepasst werden. Der Minister sprach von „fairen Prüfungen“, es werde nichts geprüft werden, was nicht behandelt werde.

Wie geht es weiter?

Wie es im neuen Schulhalbjahr weitergeht, ist derzeit noch nicht klar. Laut Tonne soll es dann möglichst keine landesweiten Regelungen geben, sondern regionale Lösungen basierend auf den Inzidenzzahlen. Er hoffe, dass es in drei Wochen Lockerungen geben könne.

Kitas sollen 50 Prozent ihrer Plätze für den Notbetrieb bereit stellen. In den einzelnen Gruppen sollen laut Tonne im Krippenbereich noch 8 Kinder, in den Kindergärten 13 Kinder betreut werden.

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Die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich am Dienstag mit Kanzlerin Angela Merkel auf die neuen bundesweiten Regelungen geeinigt. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) stellte die Beschlüsse am Abend in einer Pressekonferenz vor.

Von Astrid Fabricius