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Der Norden 55 Menschen 2017 in Niedersachsen ertrunken
Nachrichten Der Norden 55 Menschen 2017 in Niedersachsen ertrunken
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15:29 14.06.2018
Die Retter vom DLRG setzen oft ihr eigenes Leben aufs Spiel, um andere Menschen vorm Ertrinken zu bewahren. Quelle: dpa
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Bremen

Leichtsinn, Selbstüberschätzung, Unkenntnis: In niedersächsischen Gewässern sind vergangenes Jahr 55 Menschen ertrunken, in Bremen 2. Dies teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag in Bremen mit. Das waren in Niedersachsen 21 und in Bremen 7 Menschen weniger als noch ein Jahr zuvor. Sprecher Achim Wiese sagte: „2017 gab es ja keinen Sommer. Daher gingen auch weniger Leute ins Wasser und ertranken.“ In diesem Jahr seien bereits wieder viele Menschen ertrunken, sagte er, ohne allerdings genaue Zahlen zu nennen.

DLRG: Deutschland wird Nicht-Schwimmer-Land

Bundesweit retteten die Helfer 756 Menschen, das waren 214 mehr als noch ein Jahr zuvor. Zahlen für die Bundesländer konnte die DLRG nicht nennen. 404 Menschen ertranken bundesweit. Wiese warnte: „Deutschland entwickelt sich zum Nicht-Schwimmer-Land.“ Bei jedem 15. Geretteten mussten die Helfer bundesweit im vergangenen Jahr zudem ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen.

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Viele Zehnjährige haben Defizite

„Viele Eltern haben den Irrglauben, dass ihr Kind schwimmen kann“, sagte Wiese. „Aber mit einem Seepferdchen-Abzeichen ist man noch kein sicherer Schwimmer.“ 60 Prozent der Zehnjährigen hätten hier Defizite. Ein Grund sei, dass jede vierte Schule keinen Zugang zu einem Bad hat.

Kindersucharmband soll helfen

Die DLRG stellte am Donnerstag auch ein neues Kindersucharmband vor. Kinder können es an Seen und am Strand anziehen und wenn sie verloren gehen, können sie sich an einen DLRG-Retter wenden. Der kann anhand einer Nummer auf dem Band die Eltern anrufen oder ihren Strandkorb finden.

Retten bald Drohnen Ertrinkende?

Bei der DLRG wird auch über den verstärkten Einsatz von Drohnen nachgedacht. Bisher ist die Technik aber noch nicht ausgereift –und Drohnen werden nur zur Unterstützung eingesetzt, nicht als Rettungswerkzeug selbst. Drohnen setzt der DLRG derzeit vor allem zur Suche nach Vermissten ein. Aus der Luft haben die Einsatzkräfte so oft einen viel besseren Überblick über unwegsames Gelände. Mit ihren hochauflösenden Kameras, können die rund 4000 Euro teuren Drohnen beispielsweise auch das Wasser in einer Tiefe von bis zu drei Metern absuchen.

Von RND/dpa

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