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Der Norden Wie sind die Aussichten auf eine Ski-Saison im Harz?
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Corona-Pandemie: Wie sind die Aussichten auf eine Ski-Saison im Harz?

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14:16 28.11.2020
Ein Bild noch aus diesem Jahr und doch einer anderen Zeit. Im Februar war Wintersport im Harz, hier in Torfhaus, noch ohne einen Gedanken an Corona möglich.
Ein Bild noch aus diesem Jahr und doch einer anderen Zeit. Im Februar war Wintersport im Harz, hier in Torfhaus, noch ohne einen Gedanken an Corona möglich. Quelle: dpa
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Hannover

Das Land Niedersachsen weicht das Beherbergungsverbot zu Weihnachten auf. Wer an den Feiertagen Verwandte besucht, darf in Hotels übernachten. Diese Regelung gilt auch für „enge Freunde“, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Freitag. Die Lockerung soll auch Silvester Bestand haben.

Bislang dürfen Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen zunächst bis zum 20. Dezember keine Unterkünfte an Touristen vermieten. Ab wann etwa Ski-Urlauber in Hotels übernachten dürfen, blieb am Freitag offen. Pörksen verwies auf bevorstehende Gespräche von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) mit Kommunen und Landkreisen im Harz. Weil habe jedoch auch gesagt, man solle „jetzt nicht noch zusätzliche Gefährdungsmomente schaffen“.

Öffnen lohnt sich für Hoteliers nicht

Dass Verwandte und Freunde zu Feiertagsbesuchen Zimmer mieten können, dürfte an der trüben Lage im Harz kaum etwas ändern. „Für viele Hoteliers lohnt es sich einfach nicht, für einige Tage zu öffnen, wenn sie nicht wissen, wie es im Januar weitergeht“, sagt Christin Wohlgemuth vom örtlichen Tourismusverband. Im Harz wünsche man sich deshalb „frühzeitige und verbindliche“ Entscheidungen von der Politik, um für die Ski-Saison besser planen zu können. Der Verband fürchtet, dass viele Gäste auf Buchungen verzichten, wenn die Rechtslage lange unklar bleibe. Kanzlerin Merkel plädiert dafür, Skigebiete in Europa nicht vor dem 10. Januar 2021 zu öffnen.

Umsatzminus von 40 Prozent

Das ausfallende Geschäft zum Jahresende trifft den Harz in einem wegen der Pandemie ohnehin schwierigen Jahr. 2020 zählte der Tourismusverband bislang ein Umsatzminus von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ob es im nächsten Jahr besser läuft, hängt auch davon ab, wie lange das touristische Beherbergungsverbot bestehen bleibt. Dann spielt auch das Wetter eine Rolle. Schneekanonen können nur eingesetzt werden, wenn es über einen längeren Zeitraum kälter als minus drei Grad ist.

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Von Marco Seng und Gunnar Menkens