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Corona: Ministerpräsident Weil kündigt „tägliche Testung“ zum Schulstart an

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11:04 04.08.2021
Hannover: Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, kommt zu einer Pressekonferenz.
Hannover: Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, kommt zu einer Pressekonferenz. Quelle: Moritz Frankenberg/dpa
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Hannover

In Niedersachsen müssen sich Schülerinnen und Schüler nach den Sommerferien zum Schulstart auf tägliche Corona-Tests einstellen. „Wir werden mindestens am Anfang des Schuljahres eine tägliche Testung vorsehen“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Man wisse, dass sich gerade in der jüngeren Generation das Virus verbreite. Gleichzeitig sei die Impfquote in dieser Altersgruppe noch vergleichsweise gering.

Wie ein Regierungssprecher am Mittwoch erläuterte, soll vorerst nur an den ersten sieben Tagen nach Schulstart getestet werden – und zwar zuhause. „Die Schnelltests sollen vor dem Gang in die Schule gemacht werden und die Eltern dies mit ihrer Unterschrift bestätigen.“ Er gehe davon aus, dass die Schulen mit Test-Kits versorgt seien, sagte der Sprecher. Es gehe darum, dass man nach den Ferien, wenn die Kinder aus dem Urlaub kämen, sich ein Bild über die Entwicklung der Pandemie machen könnte, sagte Oliver Grimm, Sprecher des Gesundheitsministeriums. Weil, der seit zehn Tagen in Urlaub ist, hatte sich vor den Ferien gegenüber der dpa geäußert.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Dienstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 12- bis 17-Jährigen bei 24,8. Bei Menschen über 60 Jahren betrug sie 2,3. Dieser Wert gibt die Zahl der Menschen pro 100 000 Einwohner an, die sich innerhalb einer Woche mit dem Coronavirus angesteckt haben.

Große Unterschiede bei der Impfquote

Auch bei der Impfquote gibt es große Unterschiede: Während die Altergruppe über 60 Jahre zu mehr als 81 Prozent vollständig geimpft ist, bekamen von den Jüngeren zwischen 12 und 17 Jahren bislang nur 28 Prozent eine erste Spritze.

Weil sagte, er sei nach wie vor der Auffassung, dass es gut sei, wenn sich Kinder und Jugendliche in diesem Alter impfen ließen. In Niedersachsen habe man deshalb schon früh die Möglichkeit für eine Kinder- und Jugendimpfung geschaffen. Auch in anderen Ländern werde diese Gruppe geimpft. Letztlich bleibe das aber Entscheidung der Eltern und Ärzte. „Ich hoffe, dass sehr schnell auch ein Impfstoff zugelassen wird für die unter 12-jährigen“, sagte er.

Von RND/lni/mbb