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Der Norden Großes Interesse an Briefwahl in Niedersachsen
Nachrichten Der Norden

Briefwahl in Niedersachsen: Großes Interesse in Pandemiezeiten

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08:02 05.09.2021
Muster von Stimmzettel für die Kommunalwahlen 2021 in Niedersachsen - hier liegen die Wahlen zum Stadtbezirksrat, Stadtrat, Regionsversammlung und Regionspräsident/-in - auf einem Tisch.
Muster von Stimmzettel für die Kommunalwahlen 2021 in Niedersachsen - hier liegen die Wahlen zum Stadtbezirksrat, Stadtrat, Regionsversammlung und Regionspräsident/-in - auf einem Tisch. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Hannover

Immer mehr Wählerinnen und Wähler in Niedersachsen geben ihre Stimme per Brief ab. Für die Kommunalwahl am 12. September sind in manchen Städten bis Ende August schon mehr Briefwahlanträge eingegangen als zur vorherigen Wahl im Jahr 2016 insgesamt. Ähnlich sieht es zur Bundestagswahl am 26. September aus.

HANNOVER

Bis Ende August hat die Landeshauptstadt Hannover für die Kommunalwahl etwa 57 000 Briefwahlanträge erhalten. Bei der Kommunalwahl 2016 waren es knapp 48 000 Briefstimmen insgesamt. Für die Bundestagswahl wurden bis Ende August etwa 33 000 Wahlscheine beantragt. „Insbesondere die Zahlen der Kommunalwahlen bestätigen unsere vorherige Erwartung, dass die Nachfrage nach Briefwahl in diesem Jahr besonders hoch ist“, sagte Stadtsprecher Dennis Dix. Was das für die Wahlbeteiligung bedeute, werde sich aber erst am Wahltag zeigen.

BRAUNSCHWEIG

Besonders die Online-Formulare sind nach Angaben der Stadt Braunschweig für die Antragsstellung beliebt und werden viel genutzt. „Die steigende Tendenz, die Briefwahl für die Stimmabgabe zu nutzen, ist ungebrochen seit vielen Jahren festzustellen. Die aktuelle Infektionslage verstärkt diese Tendenz nochmals erheblich“, sagte die Sprecherin der Stadt, Shirin Schönberg.

Insgesamt hat die Stadt Braunschweig bislang knapp 41 000 Briefwahlunterlagen zur Kommunalwahl ausgestellt. Fünf Jahre zuvor hatten 30 200 Wähler per Brief gewählt. Zur Bundestagswahl gingen bis vier Wochen vor der Wahl 24 000 Anträge auf Briefwahl ein - deutlich mehr als im Jahr 2017.

OLDENBURG

Auch die Stadt Oldenburg bekommt mehr Briefwahlanträge zur Kommunalwahl als 2016. Ein Sprecher der Stadt Oldenburg rechnete mit einer Wahlbeteiligung von 50 Prozent bei der Kommunalwahl, das mache etwa 68 000 Wähler aus. Davon würden 50 Prozent per Brief wählen, also etwa 35 000 Stimmen. Der Schätzung zufolge wären das mehr als doppelt so viele Briefwähler als im Jahr 2016.

WOLFSBURG

Knapp 14 700 Wahlberechtigte in Wolfsburg haben ihre Briefwahlunterlagen für die Kommunalwahl bis Ende August erhalten. 2016 seien es bis gut zwei Wochen vor der Wahl knapp 7700 gewesen, sagte ein Sprecher der Stadt. Dementsprechend sei mit einer Verdoppelung der Briefwähler im Vergleich zu 2016 zu rechnen. Die Zahl der Briefwahlvorstände sei von der Stadt entsprechend aufgestockt worden. Bis Ende August hätten etwa 15 Prozent der Bevölkerung ihre Stimme für die Kommunalwahl bereits abgegeben.

OSNABRÜCK

Das Briefwahlaufkommen in Osnabrück ist nach Angaben eines Sprechers wie erwartet sehr hoch. Für die Kommunalwahl habe die Stadt bis Ende August mehr als 35 000 Wahlscheine versandt. Dies entspreche einer Briefwahlquote von 26 Prozent. Zum Vergleich: Bei der Kommunalwahl 2016 verzeichnete die Stadt insgesamt eine Quote von knapp 11 Prozent. Für die Bundestagswahl am 26. September seien bisher etwa 7500 Wahlscheine beantragt worden.

Von RND/dpa/Demy Becker