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Der Norden Blaualgen trüben Badespaß in Niedersachsen – aber noch keine Verbote
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Blaualgen in Niedersachsen: Noch keine Verbote

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08:14 20.06.2021
Besucher baden im Otterstedter See, in dem Schlieren zu sehen sind. In Niedersachsen wird derzeit an acht Badestellen vor gesundheitsgefährdenden Blaualgen gewarnt.
Besucher baden im Otterstedter See, in dem Schlieren zu sehen sind. In Niedersachsen wird derzeit an acht Badestellen vor gesundheitsgefährdenden Blaualgen gewarnt. Quelle: Sina Schuldt/dpa
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Hannover

An einigen Badeseen in Niedersachsen müssen sich Badegäste und Schwimmer vor gesundheitsgefährdenden Blaualgen in Acht nehmen. Derzeit gilt für acht von 273 Badestellen im Land eine Warnung vor Cyanobakterienblüten, sogenannten Blaualgen, wie das Landesgesundheitsamt in Hannover mitteilte.

Gleich fünf Warnungen gelten für Badestellen am Zwischenahner Meer im Ammerland. Auch am Otterstedter See (Kreis Verden) sowie am Ricklinger Bad und am Siebenmeterteich in Hannover wurden vermehrt Blaualgen festgestellt.

Blaualgen können zu Schwindel führen

Blaualgen rufen Hautreizungen hervor. Beim Verschlucken können sie Schwindel und Erbrechen verursachen. Badeverbote wegen der Blaualgen gibt es aktuell noch nicht. Badegäste sollten aber auf Hinweise achten, rät das Landesgesundheitsamt.

Grundsätzlich sollten Badegäste die Sichttiefe prüfen. Wenn im knietiefen Wasser die Füße wegen einer grünlichen Färbung nicht mehr zu sehen sind, sollte auf ein Bad verzichtet werden.

Warmes Wetter lässt Blaualgen wachsen

Biologisch gesehen sind Blaualgen Bakterien. Ursachen eines starken Wachstums können ein hoher Phosphatgehalt im Wasser und sommerliche Temperaturen sein. Der derzeitige Aufkommen von Blaualgen sei nicht ungewöhnlich, teilte das Landesgesundheitsamt mit.

„Bei anhaltend warmen Wetter ist auch an weiteren Badestellen mit Massenvermehrung von Cyanobakterien zu rechnen, während das Geschehen an den aktuell betroffenen Stellen vielleicht schon wieder abnimmt“, hieß es.

Von RND/dpa