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Der Norden Gleiches Geld für alle Lehrer? Land ist skeptisch
Nachrichten Der Norden Gleiches Geld für alle Lehrer? Land ist skeptisch
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19:00 24.09.2019
Sie haben für ihre Petition mehr als 31.000 Unterschriften gefunden: Die Lehrerinnen (v.l.) : Saskia Noort, Caroline Bode, Annika Gold und Annemarie Schuster. Quelle: Christian Hoffmann
Hannover

Die Resonanz auf das Anliegen der Petentinnen ist enorm: Statt der erforderlichen 5000 Unterschriften bekommen die vier niedersächsischen Grundschullehrerinnen Annemarie Schuster, Caroline Bode, Annika Gold und Saskia Noort noch an dem Tag, als ihre Petition online geht, gleich 12.000 Unterschriften. Am Ende sind es mehr als 31.000 Unterstützer, die für eine bessere Besoldung von Grund-, Haupt- und Realschullehrer eintreten. Sie sollen genauso viel verdienen wie Grund- und Förderschullehrer, die derzeit nach A13 bezahlt werden, das sind im Monat rund 3900 bis 5000 Euro brutto. Grund-, Haupt- und Realschullehrer verdienen dagegen nach A12 – das sind jeweils etwa 500 Euro weniger im Monat.

„Ausbildung und Arbeit sind gleichwertig“

Am Dienstag haben die Grundschullehrerinnen ihre Forderung nach besserer Bezahlung noch einmal im Petitionsausschuss des Landtages erläutert. „Wir haben die höchste Unterrichtsverpflichtung mit 28 Wochenstunden, während Gymnasiallehrkräfte nur 23,5 Stunden unterrichten müssen, und bekommen deutlich weniger Entlastungsstunden oder gar keine“, sagte Caroline Bode. Zudem müssten Grundschullehrer die Hauptlast bei der Inklusion tragen, dem gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Handicap. Und das Studium der Lehrämter sei mittlerweile gleich lang: „Gleichwertige Arbeit muss endlich gleich bezahlt werden.“

Finanzministerium: A13 für alle kostet 250 Millionen Euro

Eine Höherstufung aller Lehrer auf A13 würde das Land Niedersachsen 250 Millionen Euro kosten, entgegnete das Finanzministerium. Zudem sei mit Klagen des Philologenverbandes zu rechnen, wenn alle Lehrer nach A13 besoldet würden: Denn nach dem Abstandsgebot müssten Gymnasiallehrer dann wiederum besser bezahlt werden. Ein Argument, dass die Petentinnen nicht überzeugte: „Das Abstandsgebot gibt es hier nicht“, sagte eine Lehrerin. Stattdessen verwiesen die Initiatorinnen der Petition auf die Konkurrenzsituation, in der sich das Land befinde und auf die steigende Zahl von Lehrern, die sich in andere Bundesländer versetzen ließen – auch, weil dort besser bezahlt werde. Im Jahr 2014 waren 600 Versetzungsanträge gestellt worden, 2018 waren es bereits 1000.

Keine schnelle Entscheidung zu erwarten

Große Kritik gibt es im Ausschuss daran, dass das Kultusministerium bei der Anhörung nicht vertreten war. Ein Sprecher von Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) verwies darauf, dass bei dieser Petition das Finanzministerium die Federführung gehabt habe, das Kultusministerium sei gar nicht angefragt gewesen.

In einer seiner nächsten Sitzung will der Petitionsausschuss noch offene Fragen klären und dann eine Empfehlung an den Landtag geben. Nach einer schnellen Entscheidung klingt das nicht. Grundschullehrerin Annemarie Schuster will alles erst mal sacken lassen. Man dürfe nie aufgeben für seine Sache zu kämpfen, sagte sie nach der Anhörung.

Von Saskia Döhner

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