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Der Norden Bestattungen in Niedersachsen: Der Trend geht zur Urne
Nachrichten Der Norden Bestattungen in Niedersachsen: Der Trend geht zur Urne
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09:05 17.11.2019
Urnenbeisetzungen werden in Niedersachsen beliebter. Quelle: Friso Gentsch/dpa
Hannover

Die Zahl der Urnenbeisetzungen nimmt in Niedersachsen stetig zu. Nach Angaben der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover lag der Anteil der Einäscherungen 1990 noch bei 11,6 Prozent. Mittlerweile hat sich dieser Wert fast verfünffacht - so waren etwa 2015 schon 50,5 Prozent der Beisetzungen in der Landeskirche Urnenbestattungen. Feuerbestattungen lägen im Trend, sagte der stellvertretende Sprecher der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover, Benjamin Simon-Hinkelmann.

Regelmäßige Grabpflege in vielen Fällen nicht machbar

Ein entscheidendes Argument für eine Urnenbeisetzung ist die Pflege der Grabstelle. Viele Männer und Frauen wollen ihren Angehörigen nach dem Tod nicht die Arbeit an ihrem Grab zumuten. Dazu komme, dass die Grabpflege mit regelmäßigen Friedhofsbesuchen für Freunde und Familie der Verstorbenen oft gar nicht möglich sei, weil sie weiter entfernt wohnten, sagte der Sprecher des Bestatterverbandes Niedersachsen, Markus Gebauer.

Urnengräber auf Friedhöfen seien auch kleiner und pflegeleichter als eine Gruft oder ein Grab, das bepflanzt werden müsse. Auch Rasengräber würden deswegen in Niedersachsen zunehmend beliebter, sagte der stellvertretende Sprecher der evangelisch-lutherischen Landeskirche.

Bei Urnengräbern ist die Pflege des Grabs meist deutlich weniger aufwendig. Quelle: Patrick Seeger/dpa

In Niedersachsen starben im vergangenen Jahr genau 96.165 Menschen - fast die Hälfte (41.797) gehörte der evangelische Kirche an, 5516 der katholischen Kirche, teilte der Sprecher des Bistum Hildesheim, Volker Bauerfeld, mit.

Immer mehr QR-Codes auf den Grabsteinen

Viele Menschen entscheiden sich zudem dafür, Verträge über eine Grabnutzung gleich mit einer eingeschlossenen Grabpflege abzuschließen. Dieser Trend habe sich in den vergangenen zwanzig Jahren entwickelt, sagte der Sprecher des Bestatterverbandes Niedersachsen. Dies sei auch vorteilhaft für die finanzielle Planung: „Der Kunde kann Risiken ausschließen“, erklärte Gebauer.

Aber auch ganz individuelle Grabsteine werden nach Angaben des Kirchensprechers immer beliebter. Gefragt seien beispielsweise Grabsteine mit QR-Codes. Über das Smartphone können Friedhofsbesucher dann etwa eine Biografie des Verstorbenen oder Fotos abrufen.

Von RND/lni

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