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Der Norden Darum ärgert Angler die neue Naturschutz-Verordnung
Nachrichten Der Norden Darum ärgert Angler die neue Naturschutz-Verordnung
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09:47 27.02.2017
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

Niedersachsens Angler klagen über Kommunikationsschwierigkeiten mit den unteren Naturschutzbehörden. Bei der Umsetzung einer neuen Naturschutz-Verordnung habe es zwar Änderungen in ihrem Sinne gegeben, doch seien diese den Behörden kaum bekannt, betont der Anglerverband Niedersachsen (AVN). "Es gab Änderungen bei der Verordnung, das war wichtig und gut, aber sie wurden nicht ausreichend kommuniziert", kritisierte AVN-Sprecher Florian Möllers. Immer wieder wendeten Behörden restriktive Bestimmungen aus einer Fassung der Verordnung an, die heute keinen Bestand mehr habe.

Hintergrund: Ein umstrittenes erstes Behördenpapier sah Angelverbote in bestimmten, besonders naturnahen Fluss- und Bachstrecken im EU-weiten Schutznetz Natura 2000 vor. Die "Arbeitshilfe Natura 2000" kam von Naturschutzverwaltungen in den Landkreisen und Fachleuten des zum Umweltministerium gehörenden niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Viele der schätzungsweise rund 150.000 niedersächsischen Angler hatten deswegen im Vorjahr ein Aus für ihr Hobby befürchtet. Nach Protesten gab es aber Änderungen, die sowohl Belange von Naturschutz als auch Natursport berücksichtigen.

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"Trotz der Änderungen auf unser Drängen werden noch immer viele Verbote ausgesprochen", sagte Möllers. Sie beträfen etwa Nachtangeln und Fischeanfüttern. "Wir müssen deshalb enorm viel Zeit aufwenden, um den Behörden den aktuellen Stand der Dinge zu erklären." Die zuständige Behörde wies darauf hin, dass in der aktuellen Verordnung den von der Sportfischerei vorgetragenen Bedenken Rechnung getragen und sie auch nachgeordneten Behörden kommuniziert wurde.

Die oppositionelle FDP, die das Thema am kommenden Donnerstag im Landtag aufgreifen wollte, scheiterte mit einem Antrag zum Thema bei den vorangegangenen Ausschuss-Beratungen an Einwänden der Fraktionen von SPD und Grünen. Am Donnerstag steht nun ein Antrag zur Abstimmung an, der die überarbeitete Fassung der Verordnung ausdrücklich begrüßt. Sie sei eine Arbeitshilfe, die von den unteren Naturschutzbehörden bei der Sicherung der genannten Gebiete verwendet werden kann, aber nicht muss, betonte eine NLWKN-Sprecherin. Sie erklärte: "Die Musterverordnung beinhaltet einen Katalog von sinnvollen Maßnahmen, die aber gebietsspezifisch angepasst werden müssen - darauf haben wir in unseren Beratungsgesprächen immer wieder hingewiesen."

dpa

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