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Der Norden Neue Vorwürfe gegen Ex-ASB-Geschäftsführer: 46-Jähriger und seine Helfer sollen zehn Millionen Euro veruntreut haben
Nachrichten Der Norden Neue Vorwürfe gegen Ex-ASB-Geschäftsführer: 46-Jähriger und seine Helfer sollen zehn Millionen Euro veruntreut haben
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15:49 05.05.2019
Bislang war in den Ermittlungen stets von einer veruntreuten Summe von 3,5 Millionen Euro die Rede. Quelle: Moritz Frankenberg
Hannover

Der ehemalige Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Hannover soll deutlich mehr Geld unterschlagen haben als bislang vermutet. Das haben die bisherigen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover ergeben. „Wir haben eine vorläufige Hochrechnung erstellt, bei der als Schaden eine Summe von rund zehn Millionen Euro heraus kommt“, sagt Behördensprecher Oliver Eisenhauer der HAZ. Da die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen seien, könne der Schaden am Ende auch durchaus höher liegen, so der Sprecher. Bislang waren die Ermittler davon ausgegangen, dass der 46-jährige Ex-ASB-Mitarbeiter und seine Komplizen 3,5 Millionen Euro unterschlagen hat. Dabei ging es dem Bericht zufolge um Hilfsgelder für Flüchtlinge.

Der Fall war Ende Februar bekanntgeworden, der Mann wurde in Hannover verhaftet. Nach Angaben des Behördensprechers sitzt der 46-Jährige unverändert in Untersuchungshaft, Unterlagen würden weiter ausgewertet. Unklar sei noch, wann die Ermittlungen abgeschlossen werden könnten. Konsequenzen für die übrigen Beschuldigten, beispielsweise eine Unterbringung in Untersuchungshaft, habe, nach Angaben Eisenhauers, die neue Schadenssumme nicht. „Nur im Fall des Hauptbeschuldigten besteht ein Haftgrund, nämlich Fluchtgefahr“, sagte der Erste Staatsanwalt. Der 46-Jährige hat familiäre Verbindungen in den Libanon. Über den Verbleib der zehn Millionen machte die Staatsanwaltschaft „aus ermittlungstaktischen Gründen“ keine Angaben.

ASB-Mitarbeiter bestreitet Vorwürfe

Die Strafverfolger werfen dem ehemaligen leitenden ASB-Mitarbeiter, dessen damaligen Stellvertreter und dessen damaligen Assistenten sowie dem Chef einer Sicherheitsfirma vor, mit fiktiven Rechnungen an das Geld gekommen zu sein, dass eigentlich für die Flüchtlingshilfe bestimmt war. Der 46-Jährige bestreite die Vorwürfe. Bei Durchsuchungen im Raum Hannover waren zahlreiche Datenträger und Unterlagen sichergestellt worden. Der ASB hatte allen drei betroffenen Mitarbeitern unmittelbar nach der Durchsuchung Ende Februar gekündigt. Die Staatsanwaltschaft hatte angekündigt, den Fall so schnell wie möglich zu Anklage bringen zu wollen.

Von RND/lni/tm

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