Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Der Norden 31 kranke Flüchtlingskinder mit Familienmitgliedern in Hannover gelandet
Nachrichten Der Norden

31 kranke Flüchtlingskinder aus griechischen Lagern in Hannover gelandet

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:56 03.09.2020
Flieger am Flughafen Hannover. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa (Archiv/Symbolbild)
Anzeige
Hannover/Athen

Insgesamt 118 minderjährige Flüchtlinge sowie Mitglieder ihrer Familien sind am Donnerstag aus Athen nach Deutschland abgeflogen. Unter den Personen sind insgesamt 31 Kinder, die medizinische Hilfe brauchen. Sie waren in den vergangenen Wochen aus den Registrierlagern der Inseln im Osten der Ägäis nach Athen gebracht worden. Dies teilte das Ministerium für Migration mit.

Sie sind Teil des Kontingents, dass die Bundesregierung aus den prekären Verhältnissen der Camps auf den griechischen Inseln holen will. Deutschland habe damit bislang 412 kranke Kinder und deren Familienmitglieder aufgenommen, hieß es. Der Plan sieht vor, dass rund 1600 Minderjährige in andere EU-Staaten und in die Schweiz gebracht werden sollen.

Anzeige

Personen werden auf Bundesländer aufgeteilt

Die Menschen seien am Flughafen Hannover angekommen, teilte das Bundesinnenministerium mit. Sie werden den Angaben zufolge auf die Bundesländer Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aufgeteilt.

Grundlage für die Verteilung ist laut BMI ein gemeinsames Bund-Länder-Konzept; auch weitere Kriterien wie familiäre Bindungen oder medizinischer Bedarf spielten eine Rolle. Die Koalition hatte im März vereinbart, im Rahmen eines europäischen Aufnahmeprogramms mehreren Hundert Migranten aus Lagern auf den griechischen Inseln die Einreise zu erlauben.

Wie das Ministerium weiter mitteilte, haben sich inzwischen elf EU-Mitgliedstaaten bereit erklärt, Minderjährige aus den griechischen Flüchtlingslagern aufzunehmen. Weitere Überstellungen gab es demnach nach Luxemburg, Irland, Portugal, Finnland, Belgien und Frankreich.

Von RND/epd/dpa