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Braunschweig Lebensraum Schunter: Renaturierung bis Ende 2020
Nachrichten Braunschweig Lebensraum Schunter: Renaturierung bis Ende 2020
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17:15 09.05.2019
Projektpartner (v.l.): Oberbürgermeister Ulrich Markurth, Lars Henner Santelmann (Vorstandsvorsitzender Volkswagen Financial Services), Dr. Bernd Hoppe-Dominik (Verbandsvorsteher WVMO),Julien Mounier (Vorstandsvorsitzender BS-Energy) und Andreas Hartmann (Geschäftsführer Stadtentwässerung). Quelle: Peter Sierigk
Braunschweig

Seit rund 20 Jahren renaturiert der Wasserverband Mittlere Oker (WVMO) erfolgreich Gewässer in und um Braunschweig und Wolfenbüttel – nun plant er bis Ende 2020 die Renaturierung der Schunter bei Rühme.

Gesamtkosten rund 3,3 Millionen Euro

Die Finanzierung des Projekts mit Gesamtkosten von rund 3,3 Millionen Euro ermöglichen neben Fördermitteln der NBank die weiteren Projektpartner: Die Stadt Braunschweig, Volkswagen Financial Services sowie die Stadtentwässerung Braunschweig.

Fließgewässerentwicklung wird unterstützt

„Mit dem Projekt soll vor allem die eigendynamische Fließgewässerentwicklung unterstützt werden. Dazu werden unter anderem die Strömungs- und Habitatverhältnisse für Flora und Fauna verbessert, standorttypische Gehölze gepflanzt sowie das Ausuferungsvermögen der Schunter optimiert“, heißt es in einer Presseerklärung der Stadtentwässerung. Zudem erhöhe die Renaturierung die ökologische Durchgängigkeit des Gewässers: Eine befestigte Betonschwelle werde hierzu zurückgebaut und durch eine raue Sohlgleite ersetzt – so wird die Verbindung der Lebensräume im Unter- und Oberlauf der Schunter wiederhergestellt.

Naherholungsgebiet

Einige Maßnahmen sorgen zudem dafür, dass die Schunteraue als Naherholungsgebiet attraktiver wird. Hierfür werden die Fußgängerbrücken „Butterberg“ und „Im Alten Dorf“ beseitigt und an anderer Stelle durch neue, barrierefreie Brücken ersetzt. An mehreren Stellen werden Zugänge zum Gewässer, begrünte Erdhügel und Informationstafeln für eine höhere Erlebnisvielfalt und eine bessere Naherholung sorgen.

Bauarbeiten starten im September 2019

Die Bauarbeiten an der Brücke „Butterberg“ sollen bereits im September 2019 beginnen und zum Jahresende abgeschlossen sein. Die weiteren Maßnahmen an der Renaturierungsstrecke sind vom Frühjahr bis zum Ende des Jahres 2020 vorgesehen. Während des Neubaus der Brücke „Im Alten Dorfe“ (zweite Jahreshälfte 2020) bleibt der Weg zwischen Rühme und Kralenriede gesperrt.

Hohe Priorität

Die Schunter, die auf knapp 60 Kilometern von Räbke bis zur Okermündung zwischen Walle und Groß Schwülper fließt, ist gemäß dem niedersächsischen Fließgewässerschutzprogramm als Hauptgewässer der Priorität 1 eingestuft – damit steht die geplante Renaturierung im Einklang mit den Landesinteressen und trägt dazu bei, die Ziele der „EG-Wasserrahmenrichtlinie“ zu erreichen.

Von Jan Tiemann

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