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Braunschweig 62-Jährige soll Frauen mit Voodoo zur Prostitution gezwungen haben
Nachrichten Braunschweig 62-Jährige soll Frauen mit Voodoo zur Prostitution gezwungen haben
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11:14 02.06.2019
Die Frauen wurden aus Nigeria eingeschleust und zur Prostitution gezwungen. Quelle: Andreas Arnold/dpa
Braunschweig

Mit Hilfe eines Voodoo-Zaubers soll eine 62-Jährige andere Frauen zur Prostitution gezwungen haben - von Montag an muss sie sich deswegen vor dem Landgericht Braunschweig verantworten. Ihr wird vorgeworfen, zwei Frauen aus Nigeria nach Deutschland gelockt und ihnen hier ihre Papiere abgenommen zu haben. Die 62-Jährige ist wegen Menschenhandels und ausbeuterischer Zuhälterei angeklagt.

Die Opfer sollen im Sommer 2017 in einer Wohnung in Bad Harzburg zur Prostitution gezwungen worden sein. Die 62-Jährige soll den Stundenlohn der Frauen in Höhe von 80 und 100 Euro direkt bei ihnen abkassiert haben. Die beiden Opfer wurden bei einer Polizeikontrolle in der Bordellwohnung entdeckt.

Hilfsorganisationen: Das ist kein Einzelfall

Dass Frauen aus Nigeria nach Europa eingeschleust und zur Prostitution gezwungen werden, ist kein Einzelfall. Mehrere Hilfsorganisationen machen auf ihr Schicksal aufmerksam. Im Lagebild Organisierte Kriminalität 2017 beschreibt das Bundeskriminalamt beispielhaft einen Fall aus Duisburg. Auch hier wurden die Frauen schon vor ihrer Abreise aus Nigeria mit landestypischen Voodoo-Kult-Ritualen eingeschüchtert.

Nach Angaben des Landgerichts Braunschweig soll die 62 Jahre alte Angeklagte in ganz Deutschland Wohnungen für Zwangsprostituierte angemietet haben. Für den Prozess sind vier Verhandlungstermine angesetzt. Das Urteil könnte am 11. Juni gesprochen werden.

Von RND/dpa

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