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Gesundheit Zu viele Ausnahmen: Kalifornien verschärft Impfpflicht für Kinder
Mehr Gesundheit Zu viele Ausnahmen: Kalifornien verschärft Impfpflicht für Kinder
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19:13 10.09.2019
In Kalifornien wurde die bereits bestehende Impfpflicht verschärft, Ausnahmen sollen stärker kontrolliert werden. Quelle: Gillian Flaccus/AP/dpa
Sacramento

Kalifornien will mit einem neuen Gesetz die Impfpflicht in dem US-Westküstenstaat verschärfen. Der demokratische Gouverneur Gavin Newsom unterzeichnete am Montagabend (Ortszeit) einen Entwurf, der Ausnahmen von den bereits bestehenden Impfvorschriften weiter einschränkt. Hunderte Impfgegner hatten vor dem Kapitol in der kalifornischen Hauptstadt lautstark protestiert, wie die Zeitung „Sacramento Bee“ berichtete.

Fragwürdige Befreiungen der Impfpflicht

In Kalifornien gibt es bereits seit 2015 eine Impfpflicht für Kinder, die staatliche oder private Schulen oder Kitas besuchen. Ausnahmen wurden nur in medizinischen Ausnahmefällen gemacht, wie etwa Unverträglichkeiten mit dem Impfstoff. Das neue Gesetz sieht eine stärkere staatliche Kontrolle dieser Ausnahmeregelungen vor. Es richtet sich vor allem gegen Ärzte, die zahlreiche dieser medizinischen und möglicherweise fragwürdigen Befreiungen ausgestellt hatten. In den USA gibt es viele Eltern, die unter anderem aus Sorge vor möglichen Nebenwirkungen ihre Kinder nicht impfen lassen. Gegner führen häufig die von Wissenschaftlern widerlegte Behauptung an, Impfungen könnten zu Autismus führen.

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USA: Masern galten als besiegt

Anders als Deutschland hatte es die USA im Jahr 2000 geschafft, die Masern auszurotten. Doch die Krankheit kam zurück und im Juni meldete die Gesundheitsbehörde CDC die meisten Masernerkrankungen seit 1992.

In Deutschland hat das Bundeskabinett ein Gesetz für eine Masernimpfpflicht auf den Weg gebracht. Ab März 2020 müssen Eltern vor der Aufnahme ihrer Kinder in eine Kita oder Schule nachweisen, dass diese geimpft sind. Die Impfpflicht gilt auch für bestimmte Erwachsene, wie Tagesmütter, Kita-Personal, Lehrer und Beschäftigte im Medizinbereich. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 2500 Euro.

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RND/dpa/ame

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