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Aktuelles Fertiggerichte für Kinder oft ungesund
Mehr Essen & Trinken Aktuelles Fertiggerichte für Kinder oft ungesund
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14:35 15.05.2020
Spezielle Fertiggerichte für Kinder sind oft überflüssig. Bereits ab dem ersten Lebensjahr können die Kleinen normale Familienkost mitessen. Quelle: Bodo Marks/dpa-tmn
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Potsdam

Gespenster-Suppen, Hähchnen-Dinos und fertige Gemüse-Teller klingen großartig für hungrige Kinder. Doch die speziellen Fertiggerichte für Kinder sind häufig überflüssig und manchmal sogar ungesund, warnt die Verbraucherzentrale Brandenburg.

Insbesondere bei Kinder-Ravioli und Tütensuppen mit Tierfiguren seien Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette oft ungünstig verteilt. So sei der Zuckeranteil in Kinder-Ravioli etwa höher als in herkömmlichen Ravioli. Zudem sei in den Produkten oft zu viel Salz enthalten.

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Snacks zu kalorienreich und salzhaltig

In einem Marktcheck untersuchten die Verbraucherschützer 40 Fertiggerichte für Kinder bis sechs Jahre. Unter den Produkten fanden sich neben Hauptgerichten auch Beilagen wie Tomaten- und Bolognesesaucen, aber auch Snacks wie Hähnchen-Dinos, panierte Fischfiguren und gefüllte Toastscheiben. Die Snacks schnitten bei dem Test besonders schlecht ab, weil sie zu energiereich und salzhaltig seien.

Bei den Saucen könnten Eltern hingegen hin und wieder zugreifen, wenn sie auf den Salzgehalt achten: Kinder zwischen vier und sechs Jahren sollten maximal 3 Gramm Salz pro Tag zu sich nehmen.

Zusammensetzung in Kleinkindergerichten besser

Positiver bewerteten die Prüfer Gerichte für Kinder zwischen ein und drei Jahren. Sie entsprächen durchgehend dem Bedarf der Altersgruppe, was aber vor allem daran liege, dass diese Produkte strenger reglementiert seien. Einziges Manko: Die Produkte sind zu energiearm und machen das Kind schnell wieder hungrig.

Kritik übte die Verbraucherzentrale daran, dass die Verpackungen die Tagesenergie- und Nährwertbedarfe für Erwachsene und nicht für Kinder angeben. Zudem seien die Produkte oft mit überflüssigen Vitaminen angereichert, die bei einem Kind zu Überdosierung führen könnten. Dies wiederrum könnte zur Folge haben, dass der Körper lebenswichtige Mineralien nicht aufnehmen könne.

dpa