Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Rechtstipp Spurwechsler haftet beim parallelen Abbiegen
Mehr Auto & Verkehr Rechtstipp Spurwechsler haftet beim parallelen Abbiegen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:02 28.06.2019
Wer haftet, wenn ein Auto beim parallelen Abbiegen in ein anderes Fahrzeug auf der Nebenspur kracht? Mit dieser Frage hat sich das Amtsgericht München beschäftigt. Quelle: Volker Hartmann
München

Wenn Autofahrer auf jeweils einer eigenen Spur parallel zueinander abbiegen können, dann müssen sie diese Spuren halten. Wer dagegen den Fahrstreifen wechselt, muss das besonders vorsichtig tun.

Denn wenn es zu einer Kollision kommt, haftet der Wechsler überwiegend - und zwar egal, von welcher Spur er gekommen ist; Rechtsfahrende haben dabei keine Vorfahrt. Allerdings müssen parallel zueinander Fahrende den jeweils Anderen im Auge behalten, sonst droht eine Mithaftung. Das zeigt ein Urteil des Amtsgerichts München (Az.: 333 C 18.640/17), auf das die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (

DAV) hinweist.

Im konkreten Fall ging es um zwei Autos, die im Straßenverlauf parallel nach rechts abbogen, jedes auf seiner eigenen Spur. Die Straße mündete in eine dreispurige Fahrbahn. Dort blockierte ein Bus die rechte Spur. Daher fuhr der spätere Kläger von seiner rechten auf die mittlere Fahrspur und stieß mit dem anderen Auto zusammen. Der Spurwechsler war der Ansicht, Vorfahrt zu haben, weil er die rechte Spur nutzte - und er klagte seinen Schaden von etwa 4100 Euro ein.

Doch das Gericht sah den Beklagten nur zu einem Viertel in der Pflicht. Er hätte die rechte Abbiegespur beobachten und damit rechnen müssen, dass Fahrzeuge aus der ganz rechten in die mittlere Spur fahren. Der Kläger aber musste überwiegend haften: Er hätte besonders vorsichtig die Spur wechseln müssen. Denn grundsätzlich müssten Autofahrer beim parallelen Abbiegen auf ihrer eigenen Spur bleiben.

dpa

Eine falsche Warnmeldung im Auto verunsichert. Ist das Problem gravierend und nicht zu lösen, können Käufer von Neuwagen auf einen Austausch des Fahrzeugs pochen - allerdings nicht immer.

24.10.2018

Auf einem Zebrastreifen haben Fußgänger Vorrang gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern. Fahrrad- und auch Pedelec-Fahrer müssen daher absteigen, damit auch sie Vorrand haben. Das kann bei einem Unfall für die Haftungsfrage entscheidend sein.

19.10.2018

Bei Alkohol am Steuer droht in Deutschland auch EU-Bürgern eine Strafe. Allerdings können sie beim Umschreiben ihres ausländischen Führerscheins die sonst notwendige Medizinisch-Psychologische Untersuchung umgehen, wie ein Urteil zeigt.

12.10.2018