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Gebrauchtwagen Gebrauchtwagen-Check: Dacia Duster (2010 bis 2018)
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05:44 05.11.2019
Die erste Generation rollte bis 2018 von den Bändern. Der optionale Allradler Dacia Duster ist günstig und zugleich recht wertstabil. Quelle: Dacia/dpa-tmn
Berlin

Der Dacia Duster ist Deutschlands günstigstes SUV. Die Fahrzeuge der rumänischen Renault-Tochter gelten außerdem als grundsätzlich wertstabil - das ist eine gute Nachricht für private Verkäufer. Dennoch sind ältere Gebrauchte auch um die 4000 Euro zu bekommen, und mit gesetztem Alter sinkt sogar die Pannenanfälligkeit.

Bei der Hauptuntersuchung (HU) muss der optionale Allradler allerdings einige Federn lassen. Interessenten sollten deshalb die Marotten des Modells kennen und genau hinschauen.

Modellhistorie: Start im Jahr 2010. Erste Modellpflege mit Retuschen an Heck und Front 2013, seitdem ESP und vier Airbags serienmäßig. 2017 wurde die zweite Generation - im Grunde eine umfangreiche Modellpflege - vorgestellt und rollte Anfang 2018 zu den Händlern.

Abmessungen: 4,32 m x 1,82 m x 1,68 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 475 l bis 1636 l.

Karosserievarianten: Der Duster ist von der Karosserie her betrachtet ein Kombi mit fünf Türen und zählt zu den SUVs, zu deren Merkmalen eine erhöhte Bodenfreiheit und hohe Sitzposition gehören.

Stärken: Der Preisbrecher für modebewusste Autofahrer kann als Allradler dank großem Rampen- und Böschungswinkel sogar Offroad-Ambitionen genügen. Bei der HU selten bemängelt werden die Bremsleitungen und -schläuche, die Feststellbremse sowie Blinker und Warnblinker, heißt es im Befund des "Auto Bild Tüv Report 2019".

Schwächen: Während bei der HU die Federung, Achsenaufhängung und Antriebswellen noch durchschnittlich ausfallen, reißen hohe Mängelquoten bei den Lenkgelenken die Bilanz in allen Jahrgängen fahrwerksseitig in den roten Bereich. Schlechte Noten gibt es auch für das Abblendlicht und die Beleuchtung vorne wie hinten. Rost an der Auspuffanlage sorgt ab dem zweiten HU-Termin für Rüffel.

Pannenverhalten: Der ADAC schreibt mit Blick auf die Pannenstatistik: "Die älteren Duster sind gut" - die jüngeren aber landeten allenfalls im Mittelfeld. Entladene Batterien gehören demnach zu den häufigsten Pannenursachen und betrafen Modelle mit Erstzulassung in den Jahren 2012, 2013, 2015 und 2016. Defekte Einspritzdüsen sind der zweite Pannenschwerpunkt (2010 bis 2012).

Motoren: Benziner (Vierzylinder, Front- und Allradantrieb): 77 kW/105 PS bis 92 kW/125 PS; Bio-Ethanol (Vierzylinder, Frontantrieb): 77 kW/105 PS; Diesel (Vierzylinder, Front- und Allradantrieb): 63 kW/86 PS bis 81 kW/110 PS; LPG (Vierzylinder, Frontantrieb): 77 kW/105 PS.

Marktpreise (laut "DAT Marktspiegel" der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern): - Duster 1.2 TCe Laureate 4x2 (2014); 92 kW/125 PS (Vierzylinder); 76.000 Kilometer; 8925 Euro. - Duster 1.6 16V LPG 105 Ambiance 4x2 (2012); 77 kW/105 PS (Vierzylinder); 101.000 Kilometer; 6450 Euro. - Duster 1.5 dCi 110 FAP Prestige 4x4 (2015); 79 kW/107 PS (Vierzylinder); 77.000 Kilometer; 11.150 Euro.

dpa

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