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Wesendorf Chow Chow-Rüde Indi stirbt vermutlich an Rattengift und Rasierklingen
Gifhorn Wesendorf Chow Chow-Rüde Indi stirbt vermutlich an Rattengift und Rasierklingen
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21:00 05.12.2019
Er lebt nicht mehr: Der Chow Chow Indi wurde mit Rasierklingen und Rattengift ermordet. Quelle: privat
Wesendorf

Indi lebt nicht mehr. Der dreijährige Kurzhaar-Chow Chow ist am Mittwoch in den Armen seiner Besitzerin Maja Kohlstädt gestorben. Weil Unbekannte in Wesendorf Rasierklingen und Rattengift ausgelegt und den kastrierten Rüden damit ermordet haben. „Ein qualvoller Tod“, sagt Maja Kohlstädts Mutter Anja.

Erst nur ein paar Blutstropfen

Am Montag ging es los: „Wir fanden ein paar Blutstropfen auf dem Parkett“, sagt Anja Kohlstädt. Am Dienstag war es dann schon mehr: „Er hatte an der Lefze Blut, wir haben vermutet, dass er irgendwo hängen geblieben war.“ Am Mittwoch dann „schoss das Blut förmlich aus Nase und Maul, ich habe es nicht gestoppt bekommen“, erinnert sich die Wesendorferin an die furchtbare Situation. Sie fuhr mit Indi zum Tierarzt. „Drei Ärzte haben um ihn gekämpft. Er hatte im Rachen und im Maul Schnittwunden und spitze Löcher wie von einem Cutter-Messer“, berichtet Anja Kohlstädt. Da tauchte das erste Mal der Verdacht auf: Es könnten Rasierklingen gewesen sein.

Indi wurde stabilisiert und durfte nach Hause. „Nach einer Stunde hat er dreimal gezuckt, dann war er tot.“ Erst nach und nach realisiert die Wesendorferin, was da passiert ist. „Auch die Tierärzte hatten so etwas noch nie gesehen.“ Überall Blut, und dann dieser Geruch nach Eisen: „Das ist wohl bei einer Vergiftung so: Fell und Atem riechen nach Eisen, und es gibt Blutungen in zunehmender Stärke.“

Aus schlechter Haltung geholt

Vor zwei Wochen erst hatte die Familie Indi kastrieren lassen. „Deshalb haben wir auch nur kurze Spaziergänge gemacht“, berichtet Anja Kohlstädt. Von der Celler Straße aus, wo sie wohnen, sei sie kleine Runden mit dem Rüden gegangen. „Irgendwo dort muss er Rattengift und Rasierklingen gefunden haben.“ Indi war erst seit März bei Familie Kohlstädt, „meine Tochter Maja hatte ihn aus schlechter Haltung geholt, er war ihr bester Freund“. Die Familie ist am Boden zerstört. Sie hat Anzeigen bei der Polizei erstattet.

Von Christina Rudert

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