Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Wesendorf Das ganze Dorf packt beim Spielplatz mit an
Gifhorn Wesendorf Das ganze Dorf packt beim Spielplatz mit an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 06.05.2019
Arbeitseinsatz: Viele Helfer bringen sich ein, um den Spielplatz in Weißenberge neu zu gestalten. Quelle: Thorsten Behrens
Anzeige
Weißenberge

Rund 30 Helfer, darunter auch einige Kinder sowie Bürgermeister Herbert Pieper, haben sich am Freitag zum ersten Arbeitseinsatz am Spielplatz eingefunden, am Samstag geht es weiter. Und zu tun gibt es genug, „weitere Helfer sind ausdrücklich willkommen“, so Hilleberg. Die ganze Anlage wird zur 400-Jahr-Feier des Ortes neu gestaltet.

Rund ein Dutzend Schubkarren sind im Einsatz, die meisten, um den Berg Rindenmulch auf die neuen Beete zu verteilen, die auf dem gesamten Gelände zu finden sind. Sie sind bereits frisch bepflanzt. „Das ist vor ungefähr vier Wochen passiert“, sagt Hilleberg. Und auch die Bagger waren schon da vor einigen Wochen, haben das Gelände umgestaltet, Gruben ausgehoben.

Anzeige

Die Kleinsten buddeln im Rindenmulch

Den Rindenmulch finden vor allem die kleinsten Helfer interessant. Sie sitzen mit kleinen Plastikschaufeln auf dem Berg und buddeln, während die älteren Kinder und die Frauen Eimer um Eimer und Schubkarre um Schubkarre in die Beete leeren.

25 Kubikmeter Rindenmulch, 150 Meter Beeteinfassung aus Holz, Balken von vier großen Eichen: Viel Material haben die Weißenberger, die ihren Spielplatz zur 400-Jahr-Feier des Ortes umgestalten, zu verarbeiten.

Die Männer haben sich derweil in zwei Gruppen aufgeteilt und auf dem Gelände verteilt. Eine Gruppe sägt aus dünnen Baumstämmen Beetumrandungen. „Das sind bestimmt 150 laufende Meter“, schätzt einer der Helfer, während ein anderer das Material mit der Kettensäge auf die richtige Länge bringt und ein Dritter die Stücke in die Beetumrandungen einpasst.

Bürgermeister schwingt die Kettensäge

Die zweite Männergruppe um Bürgermeister Pieper hat sich um einen großen Stapel dicker Eichenholzbretter versammelt. Sie bauen aus dem Material unter anderem die Baumpodeste zum Sitzen, die auf dem Gelände verteilt werden sollen. Der Bürgermeister höchstpersönlich bedient die Kettensäge – und hat sichtlich Spaß dabei.

Das Material stammt aus einem kleinen Waldstück, das der Gemeindegehört. Vier große Eichen, rund zehn Festmeter Holz, die aus einem Sturmbruch kommen, werden auf dem Weißenberger Spielplatz von den Helfern erst einmal verarbeitet. Vorher hatte ein mobiles Sägewerk die Stämme noch im Wald zurecht geschnitten.

Kaffee und Kuchen, Würstchen und Kartoffelsalat

Zur Stärkung zwischendurch gab es am Freitag Kaffee und Kuchen von der Gemeinde Wahrenholz, für heute stehen Kartoffelsalat und Würstchen auf dem Plan. Und vielleicht ein gemeinsames Grillen zum Abend. „Mal sehen, wie das Wetter wird“, sagt Hilleberg dazu, bevor sie ihre Schubkarre weiter mit Rindenmulch vollschaufelt.

Die Anlage wird komplett erneuert

Der Spielplatz in Weißenberge soll im Rahmen der Dorferneuerung umgestaltet werden – für 112.000 Euro (AZ berichtete). Die Anlage wird komplett neu angelegt und ausgestattet. Die Planungen

gliedern das eigentliche Spielplatzgelände – der östliche Bereich mit der ehemaligen Pferdewiese wurde erst einmal ausgeklammert – in mehrere Gebiete. So soll es einen Bereich für Kleinstkinder im Nordwesten geben. Der Rodelberg im Norden soll neu modelliert werden, zudem soll ein Bereich für ältere Kinder entstehen mit Rutsche, der vorhandenen Röhre und einem Buddelberg. Die Doppelschaukel soll bleiben, das Reck durch eine Kletterkombigerüst ersetzt werden.

Fertig werden soll der Spielplatz bis zum Sommer – denn am Samstag und Sonntag, 14. und 15. September, steht das große Jubiläumswochenende zu 400 Jahre Weißenberge an mit einem Spielplatz- beziehungsweise Sommerfest (400-Jahr-Feier). Dann soll die offizielle Einweihung des neuen Spielplatzes, für den auch noch ein Name gesucht wird, stattfinden.

Von Thorsten Behrens