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Wesendorf Warum das Nahwärmenetz Kosten spart
Gifhorn Wesendorf Warum das Nahwärmenetz Kosten spart
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00:27 29.06.2019
Großes Interesse: 70  Wahrenholzer ließen sich von Martin Kopp das geplante Nahwärmenetz erklären. Quelle: Hans-Jürgen Ollech
Wahrenholz

Rund 70 interessierte Wahrenholzer hatten sich im Gasthaus Krendel eingefunden, um sich über das von der Familie Evers geplante Nahwärmenetz für Wahrenholz zu informieren. Klaas Evers, Schwiegersohn der Familie, führte in das Thema „Nahwärmenetz für Wahrenholz“ ein, da die Familie beabsichtigt, eine solche Anlage auf ihrem rückwärtigen Grundstück zu errichten.

Dabei geht es um ein eigens dafür zu erstellendes Rohrleitungssystem sowie eine Hackschnitzelverbrennungsanlage mit einer Halle und Vorratsboxen für Hackschnitzel auf dem Betriebsgelände des Hofes. Als Experte für derartige Anlagen stand Martin Kopp, Geschäftsführer des Planungsbüros Lange & Typke aus Helmstedt, zur Verfügung, der den Besuchern die Anlage im Detail erklärte.

Kopp arbeitet schon seit 2004 an derartigen Entwicklungen auch mit der Industrie und Wissenschaft zusammen und nannte Referenzen wie Ahnsbeck im Landkreis Celle, wo die Firma ein Nahwärmenetz mit 300 Anschlüssen verlegt hat und die Anlage über eine Genossenschaft im Mix Biogas und Hackschnitzel betreibt.

Es müssen sich genügend Interessierte finden

Kopp ging auf den Klimawandel und die Energiewende weg von fossilen Brennstoffen ein und erklärte die Herausforderungen des Bundesimmissionsgesetzes. Er erläuterte die technische Ausstattung von Wärmenetz und Heizzentrale und informierte über den Hausanschluss mit der Wärmeübergabestation sowie die Kopplung mit einer Warmwasseranlage für das tägliche Brauchwasser im Haushalt. Kopp betonte, dass das Unternehmen, wenn sich genügend Hausbesitzer finden, mit dem Ausbau des Nahwärmenetzes noch im Spätsommer beginnen könnte.

Der Vergleich zu Öl- und Gasheizung

Der Anschluss am Haus bis hin zur Installation der Wärmeübergabestation ist für den Hauseigentümer kostenlos. Die Kosten für die weitere Verteilung der Wärme innerhalb des Gebäudes sowie die Brauchwasserversorgung hat der Hauseigentümer dann selbst zu tragen, so Kopp, der von erheblichen Kosteneinsparungen sprach. So lägen im Vergleich zwischen Nahwärme und Ölheizung für ein Einfamilienhaus mit 120 Quadratmeter Wohnfläche die Kosten bei 2180 Euro für Nahwärme, 2273 Euro für Gasheizung und 3058 Euro für Ölheizung. Das Nahwärmennetz Wahrenholz könnte eine Preisgarantie auf mindestens drei Jahre bieten.

Von Hans-Jürgen Ollech

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