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Wesendorf Spurensuche: Deutsche aus Russland
Gifhorn Wesendorf Spurensuche: Deutsche aus Russland
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14:56 27.10.2019
Geschichte der Deutschen aus Russland: In Wesendorf befasst sich eine Ausstellung mit diesem Thema. Quelle: Hans-Jürgen Ollech
Wesendorf

Mit dem Lied „Hava nagiva“ eröffnete der Chor Neue Melodie der Deutschen aus Russland unter der Leitung von Maria Fischer die Ausstellung „Deutsche aus Russland – Geschichte und Gegenwart“ im Rathaus der Samtgemeinde Wesendorf.

„Gemeinsame Geschichte“

Samtgemeindebürgermeister René Weber begrüßte unter den zahlreichen Gästen besonders Jakob Fischer, Projektleiter der Ausstellung, und die stellvertretende Bundesvorsitzende und Landesvorsitzende der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Lilli Bischoff. Weber sagte, dass die Deutschen aus Russland die Kultur bewahrten und einen Teil „unserer gemeinsamen Geschichte darstellen“. Die Einwohnerzahlen in der Samtgemeinde Wesendorf seien in die Höhe geschnellt, als die Spätaussiedler Anfang der 1990er Jahre gekommen seien, erinnerte Weber: „Sie sind inzwischen integriert.“

Ansiedlung erläutert

Projektleiter Fischer erläuterte die Ausstellung. Dabei beschrieb er ausführlich die Ansiedlung der Deutschen unter anderem in der Wolga-Region, am Schwarzen Meer, Wolhynien, Bessarabien oder Kasachstan. Fischer verwies auf die Manifeste der russischen Zaren und Zarinnen aus den Jahren 1762/63 bis hin zu 1804 – als Zar Alexander der III viele Deutsche, vor allem Bauern und Handwerker abwarb, um ihnen eine neue Existenz in Russland zu bieten. Nach dem letzten Manifest von 1804 brauchten die Deutschen in Russland keine Steuern zahlen, Religionsfreiheit, kulturelle Freiheit, freie Berufswahl, autonome Selbstverwaltung und die Freistellung vom Militärdienst wurden ihnen zugesichert. So wurden dann mit der Zeit durch die Deutschen in Russland 3536 Siedlungen geschaffen. Sie verfügten über rund 13,4 Millionen Hektar Landbesitz, machte Fischer deutlich.

Die Wende für die Deutschen

Doch die Wende für die Deutschen in Russland kam bereits nach dem Ersten Weltkrieg, noch gravierender nach dem Zweiten Weltkrieg. Seit 1951 hätten darum mehr als 4,1 Millionen Deutsche Russland verlassen und seien nach Deutschland zurückgekehrt. Von den Spätaussiedlern lebten rund 400 000 Menschen in Niedersachsen und etwa 8500 im Landkreis Gifhorn.

Große Resonanz

Über die große Resonanz bei der Ausstellungseröffnung freute sich Fischer. Mehr als 2000 Schulen hätten die Ausstellung seit 1994 in Deutschland besucht. Führungen können jederzeit mit Jakob Fischer unter Tel. (0171) 40 34 329 oder per Mail unter J.Fischer@LmDR.de. vereinbart werden.

Von Hans-Jürgen Ollech

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