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Wesendorf Ringelnatz im Mittelpunkt
Gifhorn Wesendorf Ringelnatz im Mittelpunkt
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06:00 08.07.2019
Lesesommer-Auftakt in Steinhorst: Achim Amme stellte dabei Ringelnatz in den Mittelpunkt. Quelle: Hans-Jürgen Ollech
Steinhorst

„Mit so vielen Besuchern habe ich nicht gerechnet“, sagte der Leiter des Schulmuseums Arne Homann, als er zum Auftakt des 26. Steinhorster Lesesommers am Samstagabend die zusätzliche Klappstühle und Holzbänke zusammentrug, um auch den stehenden Besuchern noch einen Platz zu bieten. Der Saal des Erich-Weniger-Hauses war übervoll.

Lob für das Programm

Homann begrüßte den Autor, Schauspieler und mehrfach preisgekrönten Solisten Achim Amme und seine musikalische Begleitung Allan D. Jensen zu einer literarisch-musikalischen „Ringelnatz-Leckerei“. Erstmals war auch die neue Leiterin der Bildungs-GmbH des Landkreises Gifhorn, Brunhild Posselt, mit von der Partie. Sie stellte sich dem Publikum kurz vor und lobte die Gestaltung „des wunderbaren Lesesommer-Programms“.

Verborgene Seiten

Danach führte Amme in den Abend ein und erklärte den vielen Zuhörern seinen Zugang zu Ringelnatz. Amme brachte den Lesesommer-Gästen den am 7. August 1883 als Hans-Gustav Bötticher geborenen späteren Schriftsteller, Kabarettisten und Maler näher, indem er die verborgenen Seiten des Dichters aufdeckte und in angemessener Weise zum Vorschein brachte.

Kinderheit und Schulzeit beleuchtet

Dabei beleuchtete er dessen Kindheit, Jugend- und Schulzeit sowie die Entwicklungen danach. Mitreißend, lustig und fröhlich rief Amme unter anderem die Zeit des jungen Böttichers am Gymnasium in Erinnerung. Dort wurde Bötticher wegen seiner auffällig langen Nase als „Hans den Nasenkönig“ bezeichnete. Der Autor las von der Malerei und der Zeit der Seefahrt, wo Bötticher das Leben als Matrose kennen und schätzen lernte. Er berichtete auch aus der Zeit ab 1909: vom Leben in München, wo Ringelnatz als Hausdichter in der Künstlerkneipe Simplicissimus auftrat.

„Besoffen vor Liebe“

Für das Lied „Besoffen vor Liebe“ gab’s kräftigen Beifall. Gedichte wie „Die Schnupftabaksdose Friedrich des Großen“ oder Auszüge der Geschichte um die Kunstfigur von Kuttel Daddeldu fehlten ebenfalls nicht. Das Ringelnatz weit mehr als ein Sprachakrobat war, der mit Reim, Wortwitz und Rhythmus den Leser in den Bann ziehen konnte, machte Achim Amme an diesem Abend deutlich. Die Lesesommer-Gäste dankten dem Rezitator für sein perfekt abgestimmtes Programm und erzählerisches Können mit lang anhaltendem Beifall.

Von Hans-Jürgen Ollech

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