Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Wesendorf Klassenassistenten ersetzen Schulbegleiter
Gifhorn Wesendorf Klassenassistenten ersetzen Schulbegleiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:28 30.06.2019
Modellprojekt: Jörg Bratz (v.l.), Christina Branka, Maik Zilling und Rolf Amelsberg freuen sich, dass im August in Wesendorf an der Grundschule Klassenassistenten die Erstklässler begleiten. Quelle: Christina Rudert
Wesendorf

Mit einem Modellprojekt startet die Grundschule am Lerchenberg in Wesendorf nach den Sommerferien: Die drei neuen ersten Klassen bekommen jeweils einen Klassenassistenten, finanziert vom Landkreis. Die Klassenassistenz ersetzt die Schulbegleiter einzelner Kinder mit körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung, ist aber im Unterschied zu Schulbegleitern nicht nur für einzelne Kinder ansprechbar, sondern für alle. Und die Vorteile für die Kinder und ihre Eltern beginnen schon vor dem Schulbesuch.

„Wir vermeiden eine Stigmatisierung“

„Wir vermeiden eine Stigmatisierung der Kinder“, stellt Kreisrat Rolf Amelsberg fest. Bevor eine Schulbegleitung bewilligt wird, ist gerade im Fall einer geistigen oder seelischen Beeinträchtigung ein langer Weg zu gehen. „Und selbst wenn die Diagnose eindeutig ist, heißt das noch lange nicht, dass eine Schulbegleitung bewilligt wird“, weiß auch Christina Branka vom Sozialamt um die Komplikationen, denn dann müsse noch der Hilfebedarf nachgewiesen werden. Taucht ein Kind mit Schulbegleiter in der Klasse auf, ist der Stempel schnell aufgedrückt. „Diese Stigmatisierung fällt weg“, so Amelsberg – Kinder müssen sich keinen Begutachtungen mehr unterziehen, um Zugang zum Hilfesystem zu erreichen.

„Wir haben bei uns an der Schule ohnehin individualisierte Lehrpläne“, betont Rektor Jörg Bratz. „Das heißt, ein Kind kann den Mathe-Lehrplan der Klasse 2 und den Deutsch-Lehrplan der Klasse 4 bearbeiten.“ Es gehe darum, jedes Kind im Blick zu haben, egal welche Einschränkungen es hat. „Kinder mit körperlichen Behinderungen zu integrieren, ist nicht das Problem. Schwieriger ist es bei Kindern mit Verhaltensschwierigkeiten.“ Ein Problem, das die Klassenassistenzen aufgefangen werden kann. Bratz hat das Gesamte im Blick: „Inklusion heißt doch, gute Bedingungen zu schaffen für alle!“

Pilotprojekt in Wesendorf

Die Klassenassistenten haben eine Erzieherausbildung oder eine therapeutische Ausbildung oder bringen zumindest lange Erfahrung in Schulbegleitung mit. Das Pilotprojekt in Wesendorf wird von der TU Braunschweig nicht nur wissenschaftlich begleitet, es gibt auch von Professoren begleitete Workshops für Klassenlehrer und Klassenassistenten. Das vierjährige Pilotprojekt soll anschließend wissenschaftlich ausgewertet werden, „es ist eine Promotion dazu geplant“, sagt Bratz. Und danach kann das Prinzip auf andere Schulen übertragen werden.

„Das ist ein Bundesmodell“, sagt Jugendamtsleiter Maik Zilling. „Hier kooperieren Stiftung Leben leben, Paritätischer Wohlfahrtsverband Helmstedt sowie die Fachbereiche Jugend, Soziales und Schule miteinander.“ Das schaffe einen verminderten Verwaltungsaufwand und geringere Kosten, ergänzt Branka.

Von Christina Rudert

Martin Kopp erklärt 70 Wahrenholzern, wie ein Nahwärmenetz funktioniert. Und er rechnet vor, wie viel Kosten ein Umstieg von Öl auf Nahwärme spart.

29.06.2019

Das muss eine filmreife Szene gewesen sein: In der Nacht zu Mittwoch fuhren unbekannte Täter auf das Gelände einer Tankstelle in Hankensbüttel, zertrümmerten die Schiebetür und klauten Tabakwaren in noch unbekanntem Ausmaß.

26.06.2019

65 Grundschüler zeigten am Dienstag in Groß Oesingen, wie gut sie ihren Drahtesel beherrschen. Ob es das ADAC-Fahrradturnier aber auch im kommenden Jahr geben wird, ist fraglich.

25.06.2019