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Wesendorf Landkreis will etwas gegen Warteschlangen tun
Gifhorn Wesendorf Landkreis will etwas gegen Warteschlangen tun
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00:25 24.06.2019
Zentrale Entsorgungsanlage Wesendorf: Der Landkreis will die Anliefersituation entschärfen. Quelle: Thorsten Behrens
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Wesendorf

An manchen Tagen – vor allem samstags – ist eine Menge los an der Zentralen Entsorgungsanlage an der Kreisstraße 7 zwischen Wesendorf und Wagenhoff. So viel, dass es manchmal zu Problemen im Zufahrtsbereich kommt. Der Landkreis will darauf reagieren.

Von Wesendorf aus kommend gibt es eine Linksabbiegerspur – von Gifhorn aus kommend aber keine Rechtsabbiegerspur, welche die Lage vielleicht entschärfen könnte. Zudem gibt es in der Deponie nur eine Kfz-Waage, wodurch sich die Bearbeitungszeiten verlängern. Dadurch bilden sich teilweise Rückstaus auf der Kreisstraße 7. Nachkommender Verkehr überholt die Schlange – was zu gefährlichen Situationen führen kann.

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Verbesserung ist in Planung

„Die langen Schlangen auf der K 7 an den Samstagen an der Zufahrt zum Gelände der zentralen Entsorgungsanlage in Wesendorf sind auch der Landkreisverwaltung bekannt; eine Verbesserung der Situation ist bereits in Planung“, sagt dazu Kreisrat Mirco Schmidt auf AZ-Anfrage.

Eine Rechtsabbiegespur an der freien Strecke einer Kreisstraße in einem Bereich mit hohen Geschwindigkeiten sei laut Landkreis jedoch nicht geeignet, wartenden Verkehr aufzunehmen. Die unmittelbare räumliche Nähe von wartendem und fließendem Verkehr an freier Strecke berge ein hohes Gefahrenpotenzial, zum Beispiel durch unvermittelt geöffnete Fahrzeugtüren, aussteigende Personen oder Rechtsabbieger, die mit zu hoher Geschwindigkeit auf die wartenden Kfz auffahren. Zudem ist laut Straßenverkehrsordnung das Parken auf Ein- und Ausfädelungsspuren verboten, so Schmidt weiter.

Keine Rechtsabbiegerspur geplant

„Von daher setzt die Kreisverwaltung nicht darauf, eine Rechtsabbiegespur an der K 7 zu errichten. Es ist geplant, den Eingangsbereich der Zentralen Entsorgungsanlage in Wesendorf mit der Annahmestelle für private Anlieferer umzugestalten und sie damit den aktuellen Erfordernissen anzupassen. So kann auch für die Zukunft ein möglichst reibungsloser Ablauf bei der Anlieferung von Abfällen sichergestellt werden.“

Konkret geplant ist, eine Freifläche neben der Recyclinghalle für die ebenerdige Anlieferung einiger Abfallarten herzurichten. Der neue Anlieferbereich besteht dann aus drei Boxen mit Bogendach gegen Niederschlag. Die Kosten dafür beziffert der Landkreis auf rund 450.000 Euro. Spätestens zum Frühjahr 2020 soll diese Maßnahme abgeschlossen sein. Die zweite Maßnahme soll ab Januar 2021 umgesetzt werden. Dann soll der Bereich der Waage sowie die jetzigen Abwurfstellen der Recyclingstation modernisiert werden.

Von Thorsten Behrens