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Wesendorf Wittinger muss in die Psychatrie
Gifhorn Wesendorf Wittinger muss in die Psychatrie
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20:00 04.06.2019
Landgericht Hildesheim: Das Schwurgerichte schickte einen Wittinger (33) in die Psychiatrie. Quelle: Archiv
Wittingen/Hildesheim

Er leidet unter eine Psychose, sah in seiner Ehefrau den Teufel, attackierte sie und auch den eigenen Sohn: In einem so genannten Sicherungsverfahren hat das Landgericht Hildesheim jetzt einen Wittinger (33) in die Psychiatrie geschickt – um die Allgemeinheit vor ihm zu schützen.

Wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung hatte die Staatsanwaltschaft den 33-Jährigen angeklagt – in einem Gutachten jedoch wenig später die Schuldunfähigkeit des Wittingers festgestellt.

Unter dem „akuten Einfluss einer Psychose“ hatte der 33-Jährige am 23. Mai die Kontrolle über sich verloren. Er sah in seiner Frau den Teufel, versuchte seinen Sohn (6) aus dem Einflussbereich seiner Ehefrau zu entziehen – und rastete wenig später völlig aus. Laut Anklageschrift soll er zunächst versucht haben seinen Sohn (6) dem „Einfluss des Teufels“, den er in seiner Frau sah, zu entziehen. Dabei soll er das Kind im Garten auf den Boden gedrückt und später im Badezimmer der Wittinger Wohnung abgeduscht haben. Die Frau habe zunächst allein versucht, das verängstigte Kind aus dem Griff ihres Mannes zu befreien. Später habe sie Unterstützung von Bekannten erhalten. Die Befreiung sei zunächst nicht gelungen.

Nachdem sie den Jungen schließlich haben befreien können und einer der Bekannten mit ihm aus der Wohnung geflüchtet sei, soll der 33-Jährige seine Frau attackiert haben. Er habe versucht ihr den Hals zu verdrehen, um sie so zu töten, so die Staatsanwaltschaft.

Der Ehefrau sei es nicht gelungen, sich zu befreien – trotz Unterstützung weiterer Bekannter. Selbst der Einsatz von Pfefferspray durch die alarmierte Polizei habe nicht geholfen. Erst Tritte der Beamten gegen den 33-Jährigen retteten die Frau.

Das Schwurgericht habe in dem Sicherungsverfahren die Unterbringung des 33-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet, so Steffen Kumme, Sprecher des Hildesheimer Landgerichts. Die Entscheidung sei seit Dienstag auch rechtskräftig. „Die Kammer hat dabei festgestellt, dass der Beschuldigte aufgrund einer chronischen paranoid-halluzinatorischen Schizophrenie während der Tat nicht schuldfähig war“, so Kumme. „Weil von ihm auch künftig aufgrund seiner Erkrankung erhebliche Straftaten und eine Gefährdung der Allgemeinheit zu erwarten seien, ist die Unterbringung ausgesprochen worden“, erläutert der Landgericht-Sprecher.

 Die Entscheidung der 1. Großen Strafkammer habe auch dem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprochen. Die Verteidigung hatte vergeblich beantragt, die Unterbringung zur Bewährung auszusetzen.

Von Uwe Stadtlich

Wesendorf Sicherungsverfahren vor Landgericht Hildesheim - Wittinger muss in die Psychatrie

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