Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Wesendorf Kampf gegen Krebs: „Aufgeben ist keine Option“
Gifhorn Wesendorf Kampf gegen Krebs: „Aufgeben ist keine Option“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:34 26.09.2019
Aufgeben ist keine Option: Der Krebs hat das Leben von Jörg Preuß auf den Kopf gestellt, klein gekriegt hat er ihn nicht. Quelle: FOTO: PRIVAT
Zahrenholz

Fast 500 000 Menschen in Deutschland erkranken pro Jahr an Krebs, rund 230 000 sterben an den Folgen. Die Einzelschicksale dahinter sind unermesslich. Jörg Preuß aus Zahrenholz möchte sie greifbar machen für die Öffentlichkeit. Ein Besuch bei einem, der nach mehreren Krebserkrankungen und Chemo-Marathon eine Botschaft hat: „Aufgeben ist keine Option.“

Mit Rückenschmerzen fing es an

Dies könnte die Geschichte einer ganz normalen Familie im Nordkreis sein. Vater, Mutter, zwei Söhne und ein schnuckeliges Fachwerkhaus – heile Welt, die im Juni 2016 von heute auf morgen zu Ende war. Jörg Preuß plagen – mal wieder – seit Tagen heftigste Rückenschmerzen. Mal schläft er nachts auf dem Autofahrersitz, mal findet ihn seine Frau Silke sich vor Schmerzen windend auf dem Boden. Sie besteht darauf, zum Arzt zu gehen. Besser wird’s danach nicht. Auf zur nächsten Ärztin. Da gesellt sich zu den Rückenschmerzen schon hohes Fieber. Großes gedacht hat das Paar da noch nicht. Der Orthopäde, der sich schließlich eine Verdickung am Rücken anschaut, zögert damals. „Er sagte, ich weiß gar nicht, wie ich ihnen das sagen soll“, erinnert sich Silke Preuß. Und dann ist es raus: Ein Knochentumor sitzt im Rücken. Ein schwarzer Tag für die Familie, und nicht der letzte.

Ein Tumor und Metastasen werden entdeckt

Denn dann geht’s Schlag auf Schlag: Bei der Untersuchung in Celle stellen die Ärzte einen Hodentumor fest, Metastasen haben sich schon an Leber und Lunge gemacht. Die Niere arbeitet nicht mehr richtig. OP in Celle und sofort weiter in die MHH nach Hannover, 23 Chemo-Therapien folgen. Es gibt Komplikationen. „Da habe zum ersten Mal um ihn gebangt“, sagt rückblickend seine Frau.

Und dann kommt der nächste Tumor

Es sollte noch dicker kommen: Als er schließlich zur Erholung nach Hause kommt, merkt der 51-Jährige, dass er schief geht, orientierungslos ist. Ab zu den Spezialisten nach Celle. Die stellen zwei ziemlich große Hirntumore fest. Auch die können die Ärzte erfolgreich entfernen. Abgemagert auf 50 Kilo, angewiesen auf den Rollstuhl – „er wollte schon nicht mehr“, erzählt Silke Preuß. Aber das will ihr Mann heute gar nicht mehr hören. Er unterbricht sie: „Das ist Vergangenheit, ich hab’s ja geschafft.“ Klar, es sind Spuren geblieben. Preuß schätzt, dass er zu 70 Prozent wieder fit ist, mehr erwarte er auch nicht mehr. Stolz erinnert er sich an den Satz eines behandelnden Arztes: „Sie waren zweimal näher am Tod als am Leben.“

„Da merkt man, was wichtig ist im Leben“

Seine Krankheit hat die Familie zusammengeschweißt. Stolz ist das Ehepaar, wie engagiert die Söhne mitgeholfen haben. „Da merkt man, was wichtig ist im Leben“, sagen beide. Aktuell gilt der 51-Jährige als zu 80 Prozent geheilt. Bei seiner Frau schwingt bei jeder Arztkontrolle noch Angst mit. „Bei mir nicht“, sagt Preuß entschieden. Seine Krankheitsgeschichte möchte er auch aus einem Grund offenlegen: „Leute, geht zum Arzt, wenn ihr etwas merkt, wenn etwas merkwürdig ist.“ Dadurch konnte ihm gerade noch rechtzeitig geholfen werden. Sein neues Lebensmotto hing in einer der Kliniken an der Wand: „Aufgeben ist keine Option.“

Von Andrea Posselt

Politik sei lustig genug, da müsse man nicht noch Kabarett drüber machen: Heinrich del Core eroberte sein Publikum in Groß Oesingen stattdessen mit Geschichten aus dem täglichen Leben. Wie der über den Thermo-Mix.

25.09.2019

„Die Mausefalle“ ist ein Krimiklassiker von Agatha Christie. Jetzt holt der Kulturverein das Theaterstück nach Wittingen. Der Kartenvorverkauf läuft.

25.09.2019

Gute Neuigkeiten im Bauausschuss der Gemeinde Ummern: Das Land bezahlt den Bau des Radwegs zur B 4 komplett. Trotzdem hat die Gemeinde auch Ausgaben.

24.09.2019