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Wesendorf Kälber im Nordkreis offenbar nicht vom Wolf gerissen
Gifhorn Wesendorf Kälber im Nordkreis offenbar nicht vom Wolf gerissen
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15:00 27.07.2018
Unschuldig: Bei Nutztierrissen im Bereich Wesendorf und Hankensbüttel sind Wölfe als Verursacher nicht nachweisbar. Quelle: Archiv
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Wesendorf/Hankensbüttel

Anhand von DNA-Spuren waren die Fälle untersucht worden. Am 1. Mai wurde in Hankensbüttel ein Kalb gerissen, ebenso am 20. Mai in Wesendorf. In beiden Fällen sei ein Wolf nicht nachweisbar, heißt es in der Auswertung. Konkret ausgeschlossen wird der Wolf als Verursacher dagegen beim Tod eines Kalbes am 4. Juni in Lingwedel.

Spurenauswertung dauert bis zu vier Wochen

Vier Wochen und länger kann die Auswertung von Spuren durch das Wolfsbüro nach einem Nutztierriss dauern. Je frischer die Spuren, desto schneller geht es – und umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, den tatsächlichen Verursacher bestimmen zu können. Daher sollten Halter die Wolfsberater auch umgehend informieren. „Innerhalb von 24 Stunden“ müssen die Spuren aufgenommen werden, erklärt Wolfsberater Carlo Laser. Obwohl sich die Spuren länger halten, wenn es kühl sei. „Bei der jetzigen Hitze zerfällt DNA schneller.“ Um eine schnelle Spurensicherung zu gewährleisten, sei er auch schon einmal Heiligabend rausgefahren, lässt er Kritik nicht gelten, die Spurenaufnahme erfolge oft zu spät.

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Auch wilde Hunde kommen in Frage

Je länger das tote Tier liegt, desto mehr andere Aasfresser nutzen das. Ihre DNA überdeckt dann möglicherweise die des Wolfes als Verursacher, so Laser. Und auch die typischen Riss- oder Fußspuren könnten so verdeckt werden.

Als Verdächtiger kommen dann bei größeren Tieren, die einer Attacke zum Opfer gefallen sind, durchaus auch Hunde in Frage. „Frei lebende wilde Hunde, die ein Rind angreifen können, sind im Landkreis zwar eher kein Thema. Aber ich erlebe immer wieder, dass Hundehalter ihre Tiere nicht im Griff haben und diese auf Nutztiere los gehen“, so Laser.

Von Thorsten Behrens

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