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Wesendorf So kamen Wahrenholzer Straßen zu ihren Namen
Gifhorn Wesendorf So kamen Wahrenholzer Straßen zu ihren Namen
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15:00 05.12.2019
Mehr Infos über die Namen der Straßen: Reiner Meyer und Ingetraud Berggreen vom Heimatverein Wahrenholz freuen sich über die neuen Zusatzschilder. Quelle: privat
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Wahrenholz

Wer war eigentlich Hermann Fischer? Und warum heißt der Küsterberg Küsterberg? Seit diesem Jahr erklären Zusatztafeln unter den Straßenschildern in der Gemeinde Hintergründe kurz und knapp. Der Heimatverein Wahrenholz ist mit seiner Aktion allerdings noch nicht fertig. Auch in den kommenden beiden Jahren wird er noch Tafeln anbringen.

Hermann Fischer war ein Naturfotograf und Grafiker, der viele Jahre in Wahrenholz gelebt hatte. Er bebilderte nicht nur Bücher von Hermann Löns und aus dem Westermann-Schulverlag. Eines seiner Grafik-Werke prangt heute noch auf den Kühlergrills von MAN-Fahrzeugen: Fischer hat den Braunschweiger Löwen für die damaligen Büssing-Werke geschaffen, die später in MAN aufgingen.

30 Straßen kommen in Frage

„Wir haben viele Straßen, deren Namen man erklären kann“, sagt Stefan Luttmer vom Heimatverein, der zusammen mit dem Vorsitzenden Reiner Meyer und Beisitzerin Ingetraud Berggreen das Projekt Zusatzschilder zum Laufen brachte und unter anderem beim Altbürgermeister recherchierte. Er zählt 30 Straßen, die in Frage kommen. Darunter den Küsterberg in Teichgut.

Als es noch gar keine Straßennamen gab

Bis zur Gebietsreform in den 70-er Jahren gab es in Orten wie Teichgut gar keine Straßennamen, sondern nur Hausnummern. Als die Straßen Namen kriegten, griff man unter anderem auf alte, angestammte Flurbegriffe zurück. Der Küsterberg hatte sich diesen laut Luttmer verdient, weil zur Zeit der Kolonisierung dort Kirchenland gewesen war, das der Küster mit bewirtschaftet hatte. Fortan hieß die Siedlung im Volksmund Küsterberg.

Verein finanziert Projekt weitgehend selbst

In diesem Jahr hat der Heimatverein an 14 Straßen 25 Zusatzschilder angebracht. Und zwar an zentral im Ort liegenden Straßen. „Wir möchten in den kommenden beiden Jahren weitere Straßen ausstatten.“ Ebenfalls in allen Ortsteilen. Der Verein finanziere das Projekt weitgehend aus der eigenen Kasse. Für den ersten Abschnitt in diesem Jahr, der 2000 Euro gekostet habe, gebe es von den Stadtwerken Gifhorn einen Zuschuss in Höhe von 500 Euro.

Mehr Details im Wahrenholz-Lexikon

„Wir nennen das Bildung im Vorübergehen“, sagt Luttmer zum Antrieb, vor Ort die Straßennamen zu erläutern. Allerdings passt nicht der ganze Lebenslauf von Hermann Fischer auf die kleine Tafel, sondern nur, dass er Naturfotograf und Grafiker war. Detailliertere Informationen finden sich laut Luttmer allerdings im Wahrenholz-Lexikon.

Von Dirk Reitmeister

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