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Wesendorf Feuer im Gehöft: So kompliziert ist die Herbstübung
Gifhorn Wesendorf Feuer im Gehöft: So kompliziert ist die Herbstübung
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16:19 20.10.2019
Feuerwehrübung in Wunderbüttel: Sechs vermisste Mitarbeiter eines Gehöftes mussten in einer völlig verqualmten Halle aufgespürt werden. Quelle: Foto: Michael Franke
Wunderbüttel

Großer Einsatz für die drei Ortswehren aus Knesebeck, Hagen-Mahnburg und Vorhop am Samstag: In einer Getreidereinigungs- und Trocknungsanlage auf einem Hof in Wunderbüttel war durch einen technischen Defekt ein Brand ausgelöst worden. Beim Eintreffen der Brandschützer wurde schnell deutlich – sechs Mitarbeiter des Hofes werden vermisst. Bei dieser Herbstabschlussübung mussten die Feuerwehrleute einige harte Nüsse knacken. Ortsbrandmeister Adrian Krücke hatte diese Übung vorbereitet, bei der – wie er sagt – „jedes Jahr der Ausrichter wechselt“.

Objekt mit Getreide-Silo

„Ich hatte mir dafür ein Objekt in Wunderbüttel mit Pferdehaltung und einer großen Scheune mit einem Getreide-Silo ausgesucht“, nennt er Details für den Einsatz. Simuliert wurde dabei ein technischer Defekt einer Getreidereinigungs- und Trocknungsanlage, der einen Brand auslöste. „Die Jugendwehr war in die Übung auch eingebunden“, so der Ortsbrandmeister. Die Jugendlichen übernahmen die Rollen von sechs vermissten Hof-Mitarbeitern.

Disco-Nebel

Als die drei Wehren eintrafen, stießen sie auf eine stark verqualmte Halle. „Wir haben dafür unschädlichen Disconebel eingesetzt“, sagt Krücke. Die Atemschutzgeräteträger konnten in dem starken Nebel zwar „normal atmen, aber absolut nichts sehen“.

Übung in Wunderbüttel

Die Vermissten wurden trotzdem aufgespürt, obwohl: „Für diese Übung war das Netz des Wasser-Hydranten wegen Wartungsarbeiten ausgestellt“, schildert der Ortsbrandmeister ein weiteres Problem für die Retter. Die mussten nämlich jetzt das Wasser aus dem Elbe-Seiten-Kanal mit Schläuchen zum Brandort pumpen. Bis dieser Aufbau stand, war zur Überbrückung ein Pendelverkehr mit dem Tanklöschfahrzeug auf zu bauen. Bestand laut Krücke doch die Gefahr, dass sich das Feuer auf die Scheune und die Pferdestallungen ausbreitet. Auf der Halle ist zudem eine Fotovoltaik-Anlage installiert. Bei solchen Anlagen besteht laut Ortsbrandmeister im Brandfall stets die Gefahr von Stromschlägen oder dass sich schwere Platten lösen und herunter fallen.

Gute Zusammenarbeit

Die 50 Kameraden haben sich jedenfalls laut Ortsbrandmeister während der Übung gut geschlagen. „Der Einsatz mit dem neuen Löschwasserbehälter hat laut Krücke funktioniert und die Zusammenarbeit war gut“, lobt er. „Etwas zu lange hat es nur gedauert, bis die Atemschutzgeräteträger im Gebäude waren.“ Zum gemütlichen Abschluss der Herbstübung trafen sich die Brandschützer dann im Feuerwehrhaus in Knesebeck bei Grünkohl und Bregenwurst.

Von Hilke Kottlick

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