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Wesendorf Nach Bürgerkritik: Bergamt kontrolliert Erdölförderstelle Hankensbüttel
Gifhorn Wesendorf Nach Bürgerkritik: Bergamt kontrolliert Erdölförderstelle Hankensbüttel
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15:30 05.09.2019
Schlamperei an der Erdölförderbohrung? Nach Kritik an den Wartungsarbeiten bei Hankensbüttel hat sich das Bergamt dort umgeschaut. Quelle: privat
Hankensbüttel

Ölwannen unter einem Lastwagen mit Arbeitswinde, mit Putzlappen gestopfte demontierte Rohre auf nicht abgedichteten Böden: Entsprechenden Hinweisen eines Bürgers zu Wartungsarbeiten an der Erdölförderstelle Hankensbüttel Mitte 8 ist das Bergamt nachgegangen. Jetzt steht das Ergebnis fest: Grobe Verfehlungen habe die Mitarbeiterin vor Ort nicht festgestellt, dem Betreiber ExxonMobil dennoch Schulaufgaben aufgetragen.

Ins Rollen gebracht hat Wasserbau-Ingenieur Bernd Ebeling den Fall. Ihm sind als interessiertem Privatmann Mängel bei Wartungsarbeiten aufgefallen, die er als Schlamperei bezeichnet. „In die Enden abmontierter Nassölleitungen sind Putzlappen gestopft worden“, berichtete er der AZ. Noch am selben Tag des Berichts sei eine Mitarbeiterin vor Ort vorstellig geworden, sagt Björn Völlmar, Sprecher des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG).

Keine groben Verstöße, aber...

„Rechtliche Verstöße und grobe Verfehlungen des Betreibers hat die LBEG-Mitarbeiterin vor Ort nicht festgestellt“, so Völlmar. „Sie hat den Betreiber jedoch angewiesen, sorgfältiger zu arbeiten und sensibler mit Betriebsstoffen umzugehen.“

Zu den Vorwürfen Ebelings nennt Völlmar Beispiele. „Unterhalb der Winde des LKW befinden sich vorsorglich drei Auffangwannen. Sie dienen dazu, mögliches herabtropfendes Öl aufzufangen. Bei der Begehung waren die Wannen leer.“

Da muss ExxonMobil nachbessern

Darüber hinaus habe die LBEG-Fachfrau ExxonMobil angewiesen, Bindevliese sorgfältiger auszulegen. Diese sollen Tropfmengen aus ausgebauten Rohren auffangen, die von innen restentleert und mit Wasser gespült wurden. Zusätzlich soll ExxonMobil Auffangwannen aufstellen.

Was der Mitarbeiterin auch aufgefallen sei: „Einige Rohre lagen auf Rasenflächen. Es handelte sich um Rohre, die im Zuge der Tankreinigung außen und oberhalb vom Tank abgebaut wurden. Sie sind restentleert und außen nicht verunreinigt.“

Ganz in der Nähe war Leck in der Leitung

Im Nordkreis ist man nach zahlreichen Leckagen an Nassölleitungen sensibler geworden. Ingenieur Ebeling schaut sich als Privatmann Bohrstellen in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt an und sagt, Mängel häufiger festzustellen. Im aktuellen Fall traf es eine Förderbohrstelle fast direkt neben der Stelle, wo kurz zuvor eine Nassölleitung Leck schlug.

Von Dirk Reitmeister

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