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Wesendorf Ehrenamtliche kämpfen gegen Katzenelend im Müll
Gifhorn Wesendorf Ehrenamtliche kämpfen gegen Katzenelend im Müll
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00:21 06.04.2019
Kampf gegen Katzenelend: Ehrenamtliche fangen auf der Wesendorfer Deponie wild lebende Katzen ein und lassen sie kastrieren. Quelle: privat
Wesendorf

Seit Mitte Februar 2019 fangen Melanie Schulze, Christina Zukalski und Matze Matzurek auf der Mülldeponie Remondis in Wesendorf wild lebende Katzen in Lebendfallen und lassen sie kastrieren. „Es ist ein unglaubliches Elend, die Katzen sind krank, völlig verdreckt, vermilbt, verfloht und ernähren sich von Müll“, sagt Christina Zukalski. „Sie sind völlig wild, und wir müssen mit zugedeckten Fallen arbeiten, damit die Tiere sich nicht in Panik verletzen, wenn wir sie zur Tierärztin bringen.“

Feuerwehr macht Tierschützer auf Katzen aufmerksam

Einem Feuerwehrmann war die große Zahl der Katzen während einer Übung auf der Mülldeponie aufgefallen. Er sprach Melanie Schulze an. Ihm ist bekannt, dass diese sich stark macht für Katzenschutz in der Samtgemeinde. Ihr war sofort klar, dass vor Frühling noch eine Kastrationsaktion gestartet werden muss, damit diese vielen Katzen nicht auch noch viele Katzenbabys bekommen.

Spenden für die Kastration

„Wir hatten gehofft, dass das Land Niedersachsen noch Geld für Kastrationen freigibt, aber daraus wurde leider nichts“, sagt Zukalski. Auch der Tierschutzverein Gifhorn konnte nicht helfen. Aber der Verein Freundeskreis Katze und Mensch, in dem sie Mitglied ist, übernimmt die Kosten für die Kastrationen.

Die Mitarbeiter auf der Mülldeponie sammelten spontan 100 Euro, die an den Verein Katzenfreunde als Spende übermittelt wurde. Auch der Geschäftsführer der Deponie Wesendorf sagte zu, dass noch eine Spende von der Firma Remondis kommt.

Deponiebetreiber Remondis will sich kümmern

Mittlerweile ist wohl der größte Teil der Katzen eingefangen und kastriert. „Die bereits kastrierten Katzen sind am Rücken etwas rasiert, damit wir sie nicht mehrfach zum Tierarzt bringen“, sagt Zukalski. Und: „Wie viele Katzen es hier sind, wissen wir nicht.“ Remondis hat zugesagt, jetzt eine Futterstelle zu bauen, damit die Tiere dort eine vernünftige Grundversorgung erhalten.

Wer die Ehrenamtlichen und den Verein Freundeskreis Katze und Mensch mit Spenden unterstützen möchte, kann Christina Zukalski unter Tel. 0171-4732790 erreichen. Der Verein hat auch eine Gifhorner Gruppe, die sich auch um Catsitting als Urlaubsvertretung auf Gegenseitigkeit kümmert.

Nähere Infos gibt es unter www.katzenfreunde.de.

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