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Wesendorf Das Handy am Steuer ist keine gute Idee
Gifhorn Wesendorf Das Handy am Steuer ist keine gute Idee
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16:47 08.05.2019
Handy am Steuer ist keine gute Idee: Wie Ablenkung das Fahrverhalten negativ beeinflusst, konnten die Schüler auf der Kart-Strecke erfahren. Quelle: Thorsten Behrens
Hankensbüttel

Mal richtig im Auto Gas geben und dann bremsen: Das stand am Mittwoch für den elften Jahrgang des Gymnasiums auf dem Stundenplan. Die 115 Schülerinnen und Schüler erlebten beim ADAC-Fahrsicherheitstraining die Realität im Straßenverkehr – allerdings auf sicherer Strecke und von Fachleuten angeleitet.

Wie fühlt es sich kopfüber in einem Unfallauto an? Ist es eine gute Idee, während der Fahrt das Handy zu bedienen? Und wie lang ist eigentlich ein Bremsweg? Antworten auf diese Fragen gab es beim ADAC-Fahrsicherheitstraining des elften Jahrgangs am Gymnasium Hankensbüttel.

Gut ist, wenn der Bremsweg kürzer ist als angenommen. Denn verschätzt man sich und er ist länger, kracht es. Das war eine Erkenntnis an der Station, bei der die Schüler in einem Auto beschleunigen und dann bremsen sollten. Vorher stellten sie Pylone auf, um den geschätzten Haltepunkt zu markieren – und der lag meist nicht da, wo der Wagen letztlich zum Stehen kam.

In Unterricht integrieren

„Die Berechnung des Bremswegs ist ein gutes Beispiel, wie wir das Thema Fahrsicherheit in den Unterricht integrieren können. Ich würde mir das zum Beispiel für den Physikunterricht wünschen, da sind Beschleunigung und Bremsen ohnehin Unterrichtsstoff für den elften Jahrgang“, erklärt Lehrer Frank Voigt.

Unfälle mit Gymnasiasten aus Hankensbüttel passieren immer wieder mal

Ein richtig schwerer Unfall mit schwer Verletzten oder gar getöteten Gymnasiasten? „Daran kann ich mich jetzt nicht erinnern“, sagt Lehrer Frank Voigt nach kurzem Überlegen. Unfälle, an denen Gymnasiasten aus Hankensbüttel beteiligt sind, gibt es dagegen immer wieder mal, erklärt er. „Häufig passiert auch was, wenn die unterwegs zur Schule sind oder vom Unterricht nach Hause wollen. Und oft sitzen gleich mehrere Jugendliche im Wagen“, so Voigt. Es sei zu bemerken, dass die Fahranfänger – beim elften Jahrgang beispielsweise handelt es sich laut Voigt um Schüler im Alter von 16 bis 18 Jahren, von denen einige bereits einen Führerschein besitzen und viele andere derzeit die Fahrschule besuchen – durchaus ihre Schwierigkeiten im Straßenverkehr hätten. So sei beispielsweise das erste Glatteis eine Situation, mit der viele Jugendliche nicht umgehen könnten. Oder aber auch nasses Laub, wenn es nach einer längeren Trockenphase mal wieder geregnet habe, würden viele Fahranfänger unterschätzen. Und es sei Zweck des Fahrsicherheitstrainings, die Schüler für gemeinsame Fahrten zu sensibilisieren: „Damit einer in der Gruppe dabei ist, wenn der Fahrer mal richtig auf die Tube drücken will – oder wenn einer der Freunde vielleicht noch fahren will, wenn er schon etwas Alkohol getrunken hat“, so Voigt.

An einer weiteren Station, dem Überschlagsimulator, erlebten die Jugendlichen, wie es sich anfühlt, kopfüber in einem Unfallwagen zu sitzen. Und auch das Verkehrsrecht kam nicht zu kurz. Denn um zu wissen, wie man sich in der Praxis zu verhalten hat, wird Theorie gebraucht – neben Fahrerfahrung. Dass eine Amputation mit anschließender Anfertigung einer Prothese nach einem Unfall schnell mal 250.000 Euro kosten kann erfuhren die Schüler am Crashtest-Fahrzeug – anhand von schockierenden Bildern.

Bundesländer während der Fahrt eintippen

Spaß dagegen gab es am Ablenkungsparcours – wenn auch mit ernstem Hintergrund. Hier sollten die 16- bis 18-Jährigen mit einem Kart eine abgesteckte Strecke abfahren. Anschließend gab es eine Aufgabe, bei dem ein Handy eine wichtige Rolle spielte. So galt es beispielsweise, Bundesländer oder Säugetiere einzutippen – während der Fahrt. Schnell war zu sehen, wie diese Ablenkung sich auf das Fahrverhalten auswirkte.

Auf der Strecke kann viel passieren

„Das Handy als Ablenkung ist bei der Jugend herausstechend, zieht sich aber durch alle Generationen. Bei dieser Übung sollen die Schüler mal sehen, wie sehr sie durch das Handy abgelenkt werden können. Dabei darf man nicht vergessen, dass nur ein Blick auf das Display drei oder fünf Sekunden dauern kann – und in der Zeit legt man je nach Tempo schnell eine ziemliche Strecke zurück, auf der so allerlei passieren kann“, machte Daniel Schwarz vom ADAC-Team deutlich.

Für die Schule kostenfreie Aktion

Für das Fahrsicherheitstraining hatte das Gymnasium den ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt gewinnen können. Die Organisation hatte die Stationen für die Schule kostenfrei aufgebaut – sehr zur Freude von Voigt: „Das ist für uns als Schule sonst schwierig zu stemmen.“

Von Thorsten Behrens

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