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Sassenburg Landwirte schaffen ein Paradies für Wildbienen
Gifhorn Sassenburg Landwirte schaffen ein Paradies für Wildbienen
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07:00 10.03.2020
Umweltprojekt angeschoben: Landwirte, Ortsrat und Landvolk wollen gemeinsam dafür sorgen, dass Westerbeck aufblüht. Quelle: Ron Niebuhr
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Westerbeck

Zu viel Pflanzenschutzmittel, zu viel Dünger – die Landwirtschaft ist derzeit heftiger Kritik ausgesetzt. Vereinzelt mögen die Vorwürfe vielleicht zutreffen, pauschal für alle Landwirte sicherlich nicht. Die Westerbecker zum Beispiel setzen sich ganz bewusst für Natur- und Umweltschutz ein, neuerdings auch mit dem Projekt „Westerbeck blüht auf“.

Unterstützung gesucht

Das haben die Landwirte aus dem Dorf angeschoben, der Ortsrat um Ortsbürgermeisterin Annette Merz und ihren Stellvertreter Rainer Knop sowie Gifhorns Kreisverband des Landvolkes Niedersachsen unterstützen sie dabei. Am Samstag warben Landwirte und Politiker zusammen für „Westerbeck blüht auf“. Mit einem Infostand vorm Edeka-Markt erklärten sie interessierten Passanten die Ziele des Projektes und veranschaulichten auch, wie jeder einzelne zum Gelingen beitragen kann. „Die Idee stammt ursprünglich aus dem Göttinger Raum. Mal sehen, wie viel Unterstützung wir bei uns im Dorf damit finden“, sagte Heinrich Schulze.

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Ein Paradies für Wildbienen

Der Westerbecker Landwirt verdeutlichte, dass seine Berufskollegen und er täglich mit und in der Natur arbeiten. Die Artenvielfalt mit einer Vielzahl von Maßnahmen zu schützen, sei für sie selbstverständlich. Man wolle neben der Erzeugung von Lebensmitteln und erneuerbarer Energie dabei helfen, Artenschutz und -vielfalt in der Kulturlandschaft zu ermöglichen. Ihr Fokus liegt besonders auf Insekten, denn sie haben erheblichen Anteil daran. Daher wolle man Lebensräume und -bedingungen für diese Kleinstlebewesen in der Gemarkung Westerbeck verbessern – durch die Anlage von Blühflächen. „Uns geht es dabei gar nicht mal so sehr um Honigbienen. Mit den Imkern kooperieren wir je eh schon“, erklärte Schulze. Wichtiger sei, ein Paradies für Wildbienen und andere Insekten zu schaffen.

Alle können mithelfen

Die Landwirte wissen, dass sie allein längst nicht so viel bewirken können wie zusammen mit der Bevölkerung von Westerbeck und Umgebung. Sie rufen daher alle auf, mitzumachen, denen am Erhalt der Natur gelegen ist – egal ob Einzelpersonen, Familien, Kindergärten, Schulen, Firmen oder Vereine. Wer Interesse hat, kann bei „Westerbeck blüht auf“ einsteigen. Und so funktioniert das Projekt: Für 50 Cent je Quadratmeter legen die Landwirte eine einjährige Blühfläche auf Äckern rund um Westerbeck an. Zusätzlich zu den Vertragsnaturschutz- und Agrarumweltmaßnahmen wohlgemerkt! Die Kosten setzen sich zusammen aus 45 Cent fürs Anlegen des Blühstreifens und fünf Cent Verwaltungsaufwand fürs Landvolk Gifhorn-Wolfsburg.

Und so geht’s

Unterstützer können sich mit ihren Kontaktdaten und dem gewünschten Spendenbetrag beim Landvolk Gifhorn-Wolfsburg anmelden unter der Telefonnummer 05371-864100 oder per E-Mail an info@landvolk-gifhorn.de. Spenden können auf das Konto vom Landvolk Niedersachsen KV GF-WOB bei der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg (IBAN DE47 2695 1311 0011 0090 32) mit dem Stichwort „Blühfläche Westerbeck“ eingezahlt werden. Um den Verwaltungsaufwand gering zu halten, wird um eine Mindestspende von zehn Euro gebeten. Als Saat kämen „bewährte pollen- und nektarreiche Blühpflanzenmischungen“ zum Einsatz, erläutert Schulze. Man informiere fortlaufend über den Stand, den Fortschritt und die Blühflächenentwicklung über die Website und die Social-Media-Kanäle des Landvolkes Gifhorn-Wolfsburg. Im Sommer sei zudem eine gemeinsame Besichtigung der bis dahin hoffentlich reichlich angelegten Blühflächen vorgesehen.

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Von Ron Niebuhr