Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Sassenburg Westerbeck: Wenn ein Ex-Richter beim Wanderkaffee plaudert
Gifhorn Sassenburg Westerbeck: Wenn ein Ex-Richter beim Wanderkaffee plaudert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:21 20.10.2019
Amüsante Ankedoten: Gifhorns ehemaliger Amtsrichter Martin Hartleben plauderte beim Wanderkaffee aus seinem Berufsleben. Quelle: Ron Niebuhr
Westerbeck

Einen bunten Nachmittag in der bunten Jahreszeit erlebten jetzt die Sassenburger. Dafür sorgte einmal mehr das Team vom Wanderkaffee um Cornelia Königsmann. Wie üblich war für tolle Unterhaltung gesorgt - diesmal durch Martin Hartleben, Hartmut Kaufmann und Karl-Heinz Düvel.

Zum Auftakt singen alle

Der ehemalige Gifhorner Amtsrichter Hartleben erzählte Anekdoten aus seinem Berufsleben, als Wesendorfer Musikfreunde hielten Kaufmann und Düvel die Gäste des Wanderkaffees auf Trab. Doch zunächst einmal kurbelten sie selbst die Stimmung an: mit dem Wanderkaffee-Lied. Es ist guter Brauch, dass Gäste und Organisatoren es zum Auftakt gemeinsam singen - gleich nach der Begrüßung durch Cornelia Königsmann.

Die konnte diesmal auf Elke und Walter Matthies, Friederike Wolff von der Sahl, Sabine Lehrke, Renate und Kurt Lange sowie Hannelore Heyn zählen. „Wir sind schon ein etwas dezimierter Haufen“, wies Lange daraufhin, dass im Pool der Helfer doch ein paar Ausfälle durch Krankheit und Urlaub zu verkraften waren. „Ach, wir schaffen das schon“, blieb Elke Matthies gelassen. Zumal mit Martha Siegmund ein sehr emsiger Neuzugang die Stammbelegschaft verstärkte. So war sichergestellt, dass alle Gäste des Wanderkaffees in der nahezu voll besetzten Westerbecker Bürgerbegegnungsstätte den ganzen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen reichlich versorgt waren.

Die kuriosen Fälle bleiben in Erinnerung

Hartleben plauderte über seine Erlebnisse im Gerichtssaal. Der glich manchmal wohl schon irgendwie einem Tollhaus. Allerdings darf man nicht vergessen, dass dem ehemaligen Gifhorner Amtsrichter selbstverständlich vor allem die kuriosen Fälle in Erinnerung geblieben sind. Zum Beispiel der von den Schafdieben. Die wollten gleich zwei Tiere von einer Weide mopsen. Beim Versuch, das zweite Tier im Kofferraum zu verstauen, entwischte das erste. Es floh ins Dorf, wurde dort aber von niemand bemerkt. Zur Verhandlung saßen im Zuschauerraum lauter Dorfbewohner, und alle trugen Loden. „Da konnte ich mir wie so oft eine Bemerkung einfach nicht verkneifen“, erinnerte sich Hartleben. Er schilderte die Flucht des Schafes nämlich so: „Das Schaf rannte in die Dorfmitte, wo es nicht weiter auffiel.“

Auch um ein randalierendes Pferd geht es

Unvergessen auch die Besitzerin einer Weide. Sie sollte lediglich den Schaden beziffern, den Autounfall am Zaun verursacht hatte. „Aber sie gehörte leider zu den Zeugen, die auch auf Fragen antworten, die niemand gestellt hat“, berichtete Hartleben. So wollte sie besonders betonen, dass es nicht der erste Unfall war, fand dafür allerdings eigenwillige Worte: „Das ist nun schon das fünfte Mal, dass einer in mein Loch rein ist, obwohl ich es doch extra mit Stacheldraht gesichert habe.“ In einer Kneipe nördlich von Neudorf-Platendorf randalierte mal ein Pferd, nachdem dessen schon sehr angetrunkener Besitzer es aus Protest gegen den vom Wirt gestoppten Alkoholausschank kurzerhand in die Gaststube geholt hatte.

„Das war ein Elefant

Und dann war da noch die Familie, die mit dem nagelneuen Auto einen Ausflug in den Serengeti-Park machte. Dort tastete ein Elefant durchs geöffnete Fenster mit seinem Rüssel allzu forsch im Fahrzeug herum. Die Scheibe hochzufahren, erschien im Eifer des Gefechts eine gute Idee zu sein, war es aber ganz und gar nicht: „Der Elefant hat sich erschrocken und gegen die Tür getreten“, erzählte Hartleben. Aus Frust übers demolierte Auto betrank sich der Mann abends kräftig. Am nächsten Morgen hielt an der Ampel neben ihm ein Streifenwagen. Die Polizisten fragten, wo die mächtige Beule in der Tür herkam. „Das war ein Elefant“, antwortete der Mann wahrheitsgemäß, aber irgendwie zu kurios für die Polizisten. Sie ließen ihn lieber mal pusten - und so landete er vor Richter Hartleben.

Wesendorfer Musikfreunde spielen

Die Wesendorfer Musikfreunde spielten zwischen Hartlebens Anekdoten immer mal wieder Wander-, Volks- und Heimatlieder mit Akkordeon und Gitarre. Das kam bei den Kaffeegästen ebenfalls wunderbar an, zumal sie ausdrücklich auch mitsingen durften. Nach zwei Stunden endete das Wanderkaffee. „Das ist genau der richtige Zeitrahmen. Die meisten unserer Gäste wollen ja zuhause sein, bevor es dunkel ist“, sagte Hannelore Heyn. Das nahende Saisonfinale der großen Rundreise des Wanderkaffees durch alle Sassenburger Ortschaften haben sie sich gewiss auch schon vorgemerkt. „Es steigt in Dannenbüttel“, sagte Renate Lange.

Von Ron Niebuhr

In Triangel entsteht am Einkaufszentrum gerade ein kleines Nahverkehrszentrum. Was genau bauen dort eigentlich Deutsche Bahn und Gemeinde Sassenburg?

21.10.2019

Wer sagt denn, dass ein Monster immer schwarz ist? Die Kinder beim Ferienspaß in der IGS Westerbeck hatten da durchaus sehr kreative Ideen

19.10.2019

Bei Regina und Lutz Walter in Grußendorf leben Pflegekinder. Vom Pflegesatz lässt sich aber längst nicht alles bezahlen. Dieses Jahr haben sich die Pflegeeltern etwas Tolles einfallen lassen, was mit der 1000-Euro-Spende von Inner Wheel finanziert wurde.

18.10.2019