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Sassenburg Reicht neuer Estrich fürs alte Rathaus?
Gifhorn Sassenburg Reicht neuer Estrich fürs alte Rathaus?
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08:00 13.11.2019
Planung des neuen Rathauses: 125 000 Euro hat die Sassenburger Verwaltung dafür im Budget des kommenden Jahres vorgesehen. Quelle: Ron Niebuhr
Westerbeck

Übers Budget fürs kommende Jahr war jetzt im Sassenburger Bauausschuss zu beraten: Wie viel fließt in die Unterhaltung von Gebäuden und Straßen? Welche Investitionen sind vorgesehen? Und welche Wünsche von Ortsräten, Schulen und Kitas lassen sich darüber hinaus erfüllen?

Darum muss sparsam gehaushaltet werden

Doch ehe es losgehen konnte, wies Andreas Kautzsch (BIG) darauf hin, dass es schwierig sei, über die Haushaltsansätze zu beraten, „weil der Finanzausschuss dem Fachbereich kein Budget vorgegeben hat. Wir haben keinen Rahmen, in dem wir uns bewegen können.“ Die Kritik sei durchaus berechtigt, sagte Vorsitzender Claus Schütze. Über die geplanten Ansätze für Unterhaltungsmaßnahmen könne man dennoch diskutieren, denn um das meiste davon „kommen wir eh nicht drumherum“, sagte der Vorsitzende. Und Bauamtsleiter Jörg Wolpers ergänzte: „Alle wissen, dass wir im Finanz- und Ergebnishaushalt in den roten Zahlen stecken.“ Es sei ratsam, mit den Mitteln sparsam umzugehen. Wolle die Politik 2020 mehr umsetzen, als von der Verwaltung empfohlen, sei zu überlegen, wo das Geld dafür herkommen soll.

Was ist unbedingt erforderlich?

Kautzsch empfahl, bei allem den Rotstift anzusetzen, das bloß „nice to have“ sei – insgesamt Maßnahmen für „fast 200 000 Euro“. Besonders kritisch sei zu hinterfragen, was eh schon seit Jahren immer wieder aufgeschoben worden ist, zum Beispiel Alarmanlagen für Feuerwehrhäuser. „Die sind unbedingt erforderlich“, erwiderte Schütze. Zumal sie preiswert seien, da die Feuerwehren den Einbau selbst leisten. Auch Unterhaltungsmaßnahmen in der Grußendorfer Hermann-Löns-Schule hätte Kautzsch gern verschoben: „Wäre es nicht sinnvoll, damit zu warten, bis die Schule erweitert wird?“ Es sei offen, wann sie erweitert wird, sagte Wolpers. Und einiges sollte man aus Sicherheitsgründen nicht verschieben, funkvernetzte Rauchmelder etwa.

Der alte Teppich tut’s noch

Dann könne man vielleicht bei den Kitas sparen, indem man künftig gleich preiswerte Sonnenschutzfenster einbaut, statt später vergleichsweise teure Jalousien nachzurüsten, regte Kautzsch an. Bei Neubauten achte man bereits auf Sonnenschutz, sagte Wolpers. Bei älteren Gebäuden allerdings müsse man ihn gegebenenfalls nachträglich einbauen. Blieb noch das Rathaus: „Wir sind ja gegen einen Neubau. Aber wenn ein neues Rathaus gebaut wird, kann man doch im alten ein paar Jahre mit schlechtem Teppich leben“, meinte Kautzsch, dass neue Fußbodenbeläge entbehrlich sind.

Scharfe Worte

Astrid Schulze (CDU) wunderte diese Position doch sehr: „Wenn die BIG gegen den Neubau des Rathauses ist, müsste sie doch für neuen Teppich im alten Rathaus sein.“ Eigentlich schon. Aber „es ist ja hinlänglich bekannt, dass unsere Mitarbeiter Herrn Kautzsch nicht mal die Mindestanforderungen des Arbeits- und Gesundheisschutzes wert sind“, verwies Wolpers darauf, dass es keineswegs um einen Komplettaustausch gehe. Man wolle nur erneuern, was verschlissen ist. Woraufhin Kautzsch die Idee hatte, dass nackter Estrich es auch tut – so wie in der Westerbecker Grundschule. „Dort handelt es sich um ein gestalterisches Element“, sagte Annette Merz (CDU). Letztlich verständigte sich der Ausschuss darauf, Unterhaltungsmaßnahmen für 368 000 Euro im kommenden Jahr umzusetzen. Verzichtet wird 2020 – ebenfalls auf Vorschlag der BIG – wohl nur auf eine neue Außentür zum Pausenhof der Westerbecker Grundschule.

Warum die Planung nicht verschoben wird

Kautzsch beantragte noch,die Planung des Rathausneubausvon 2020 auf 2021 zu verschieben. Mit den dafür erforderlichen 125 000 Euro sollte man lieber die Erweiterung der Grundschulen planen. Dort gebe es nämlich „massive Probleme mit den Raumkapazitäten“, sagte er. Wolpers erklärte, dass man fürs Rathaus einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan erstelle und es daher sinnvoll sei, die Planung des Rathauses und die Bauleitplanung parallel laufen zu lassen. Der Ausschuss lehnte Kautzschs Antrag mit sechs zu eins Stimmen ab. Die Beschlussempfehlung übers Budget für 2020 und den Investitionsplan für die Folgejahre vertagte das Gremium.

Von Ron Niebuhr

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