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Sassenburg Triangel: Das wünschen sich die Bürger
Gifhorn Sassenburg Triangel: Das wünschen sich die Bürger
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08:00 18.10.2019
Ortsentwicklung in Triangel: Viele Ideen wurden am Montagabend diskutiert. Quelle: Andrea Posselt
Triangel

Wo findet der Neubau des Kindergartens seinen Platz im Ort? Wo entstehen Neubaugebiete in Triangel? Was wird aus den Sportplätzen plus Festplatz fürs Schützenfest und Standort eines Feuerwehrgerätehauses? Wie es um die Dorfentwicklungihres Heimatortes bestellt ist, interessierte am Montagabend viele Triangler – auch wenn es ganz konkrete Pläne noch gar nicht gibt. Vor Beginn musste eins ums andere Mal ein zusätzlicher Stuhl zur Bürgerinfo in die Sport- und Freizeitstätte getragen werden.

„Wir können Visionen haben“

Ortsbürgermeisterin Beate Morgenstern-Ostlender liegt viel daran, dass die Bürger sich mit Ideen und Wünschen in den Prozess der Dorfentwicklung einbringen. Mit den Ortsratmitgliedern Claus Schütze und Norbert Ullmann ging sie auf Stimmenfang. Rede und Antwort stand Jörg Wolpers, Leiter des Bauamtes der Gemeinde Sassenburg. „Wir können zwar als Ortsrat nichts bestimmen, wir können aber Visionen haben“, eröffnete sie die Versammlung.

Barrierefreies Wohnen ist ein Thema

Fokussiert war die Ortsbürgermeisterin vor allem auf Standortvarianten für den Kindergarten. Nach aktuellem Stand favorisiert die Verwaltung den Bau im geplanten 26 000 Quadratmeter großen Baugebiet nahe des Pennymarktes, hier ist barrierefreies Wohnen das Oberthema. Damit weichen die Planer vom bisherigen Vorhaben, den Kindergarten am Hasenbusch an den Sportplätzen entstehen zu lassen. Hintergrund: Für Neudorf-Platendorf besteht so ein großer Bedarf an Kindergartenplätzen, dass Kinder des Ortes ins benachbarte Triangel gehen könnten. „Die Anfahrt wäre dort besser“, sagte Wolpers.

Hotel Garni soll entstehen

Der Bauamtsleiter verkündete auch, dass das Cateringunternehmen Gieseke nun sein Projekt modifiziert habe und nun an jenem Platz ein Hotel Garni baue, wo einst das Ärztehaus entstehen sollte. Was im späteren Verlauf der Sitzung für die kritische Anmerkung eines Bürgers sorgte: „Ich hätte lieber ein Ärztehaus als ein Hotel Garni.“ Wolpers klärte rasch auf: Das Ärztehaus sei im nördlichen Baugebiet vorgesehen. Erleichterndes Raunen machte die Runde. Das Hotel Garni war früher einmal nahe des Penny-Marktes geplant, war dort aber so nicht umsetzbar. Die Variante als Hotel Garni mit der Auflage, maximal achtmal im Jahr Abendveranstaltungen durchführen zu dürfen, ist am nun anvisierten Standort umsetzbar, teilte Wolpers mit.

Viele wollen bauen

Noch sehr vage sind die Pläne privater Investoren auf einer ehemaligen Autohaus-Fläche ein altersgerechtes Wohnprojekt zu bauen. „Leider ist das alles noch offen“, berichtete die Ortsbürgermeisterin. Bauen ist und bleibt aber ein sehr konkretes Thema für viele Triangler. Deutlich mehr Bauwünsche liegen der Gemeinde vor. Wolpers sprach von 550 Anfragen. Bedienen wird er dies auf Jahre nicht können. Für Triangel ist aufgrund seiner geringen Einwohnerzahl nur ein kleines Kontingent an Neubauplätzen zulässig. Und außerdem sei die Gemeinde dann auch in der Pflicht, für ausreichend Kitaplätze zu sorgen – das könne die Gemeinde Sassenburg nicht stemmen. Klare Priorität aktuell: Erst werde am Bolzplatz zur Bebauung frei gegeben, danach der Platz hinter dem Kindergarten. „Dann sind erst 2030 wieder neue Bauplätze möglich.“ Da nutzte auch mehrere von Bürgern geäußerte Forderungen nach mehr Bauplatzausweisungen wenig. Eine junge Frau erklärte dann auch, weshalb sie sich gar nicht erst an der Debatte um den künftigen Kindergarten-Standort beteilige. „Wenn ich hier keine Zukunft für mich sehe, dann ist mir auch der Kindergarten-Standort egal.“

Kein klares Votum für Kindergarten-Standort

Beate Morgenstern-Ostlender ließ aber nicht locker und wünschte sich möglichst viel Diskussion um die Standortalternativen für den Kindergarten. Zur Auswahl steht der Bau am Sportplatz, im Baugebiet bei Penny oder aber der Neubau auf dem Gelände des jetzigen Standortes. Klare Mehrheiten ergaben sich bei der Bürgerinfo für keinen Vorschlag. Die Ortsbürgermeisterin selbst fände das Andocken im Baugebiet fürs barrierefreie Wohnen nicht schlecht, möchte aber vor dem politischen Votum noch einmal die Bürger anhören.

Realisierung dauert lange

Quintessenz des Abends: Wünsche dürfen die Bürger in Triangel viele haben. Ob jedoch gleich ein Gesamtpaket von Neubau des Feuerwehrgerätehauses und einer Einfeldhalle möglich sei – den Zahn zog Wolpers gleich allen. Ein Konzept sei wichtig, aber könne – auch wegen der Gemeindefinanzlage – nur langfristig angelegt sein.

Von Andrea Posselt

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