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Sassenburg So viel Spaß gibt es beim Trecker-Treck
Gifhorn Sassenburg So viel Spaß gibt es beim Trecker-Treck
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14:23 04.08.2019
Technik-Spektakel in Grußendorf: Beim Trecker-Treck qualmte und knatterte es wieder zur Freude der kleinen und großen Fans. Quelle: Cagla Canidar
Grußendorf

Wahre Schlepper-Fans kennen am ersten Samstag im August nur ein Ziel: Grußendorf. Denn da steigt jedes Jahr der Trecker-Treck – und das seit nunmehr 25 Jahren. Auch diesmal ging es wieder zur Sache. Tagsüber kraftvoll mit PS-Geknatter, abends bei der Fete mit Musik.

Der Radlader zieht die eben vom Vorgänger gezogene Spur wieder gerade, und dann legen sich die zornigen 15 PS des Eicher anno 1955 von Maik Rammoser ins Zeug. Knatternd und qualmend macht sich das einzylindrische Erbstück auf den Weg – in Kooperation mit einem anderen Schlepper und dem Zugschlitten im Schlepptau. Rammoser kommt ein paar Meter weiter, als er vorher geschätzt hat. Sein Gespann schafft es über den Standort des Zeltes hinaus.

Es qualmte und knatterte: Am Samstag stieg in Grußendorf wieder der Trecker-Treck. 63 Teilnehmer waren am Start, zahlreiche Zuschauer freuten sich über das Technik-Spektakel.

Je weiter so ein Gespann kommt, desto schwerer wird es für die Traktoren, sagt Trecker-Treck-Präsi Thomas Unger. Über Ketten bewegt der sieben Tonnen schwere Schlitten beim Vorwärtsrollen seine Gewichte, die er huckepack trägt und die Meter um Meter für immer mehr Druck auf den Boden sorgen. „Das erhöht die Bremswirkung.“ Wer die 60 Meter Strecke schaffen will, muss da schon mächtig ackern.

Den Spaß bremst das nicht. „Ich bin seit acht Jahren dabei“, sagt Rammoser. Er gehört zu den rund 40 Vereinsmitgliedern, die den Tag heute am Laufen halten, und zu den 63 teilnehmenden Schlepperfahrern. „Es macht Spaß. Man sieht alte Trecker. Die Leute sind entspannt, es ist ein schöner Tag“, sagt der Grußendorfer, wofür für ihn der Trecker-Treck steht. Und er ist nicht allein.

Darum kommen Teilnehmer aus der ganzen Region

Zum 20. Mal ist Nina Krüger aus Wahrenholz vom Team Full Pull HaMa (Hagen-Mahnburg) mit dabei – als eine von diesmal ihrer Kenntnis nach zwei Fahrerinnen im Tross. „Es macht einfach Spaß.“ Und vom dritten bis zum ersten Platz habe sie schon alle Trophäen. Doch das sei nicht der Antrieb. „Das Miteinander: Da reist man immer wieder gern schon am Abend vorher an“, so die Hanomag-Brillant-Pilotin.

„Man trifft Leute, die man sonst nicht so oft sieht“, sagt Heidi Wesa-Hauk aus Ahnsbeck im Kreis Celle. Ihr Mann Lothar Wesa ist auch am Start, mit einem Eicher Baujahr 1977 mit 70 PS. Was ihm in Grußendorf auch auffällt: „Ich finde gut, dass die Anwohner das auch so annehmen.“ Das sei nicht selbstverständlich.

Darum unterstützen Grußendorfer ihren Trecker-Treck

Für Martina Borchert und ihren Mann Sebastian schon. Sie waren schon beim Trecker-Treck, bevor ihre Kinder Zoe (4) und Nick (3) auf der Welt waren. „Wir wollen das Event unterstützen, dass es weiter lebt. Wäre traurig, wenn es eingestellt werden müsste. Das muss man einfach wertschätzen.“ Auch Marcel Goese aus Grußendorf ist immer dabei. Schon allein, weil Söhnchen Emil (3) ein Trecker-Fan ist. „Wenn der Kleine glücklich ist, bin ich auch glücklich.“

Das sind die Sieger

Klasse A Einzel bis 40 PS: Sebastian Mühe (118,04 Meter).

Klasse B Einzel bis 55 PS: Fabian Küsser (112,07 Meter).

Klasse C Einzel bis 70 PS: Jan-Philip Elsner (154,79 Meter).

Klasse D Einzel bis 85 PS: Guenther Hansen (167,08 Meter).

Klasse E Einzel bis 100 PS: Günter Hansen (168,62 Meter).

Klasse F Gespanne bis 45 PS: Frank Ortmann, Udo Deierling, Andreas Paetsch (120 Meter).

Klasse G Gespanne bis 70 PS: Hans-Heinrich Deierling, Sebastian Wuth (120 Meter).

Klasse H Gespanne bis 90 PS: Jens Meyer, Andreas Paetsch (120 Meter).

Klasse I Allrad bis 60 PS: Dennis Teubler (55,54 Meter).

Klasse J Allrad bis 80 PS: Guenther Hansen (120 Meter).

Klasse K Allrad bis 100 PS: Michael Göth (111,34 Meter).

Von Dirk Reitmeister

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