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Sassenburg So gut liefen die Eimerfestspiele noch nie
Gifhorn Sassenburg So gut liefen die Eimerfestspiele noch nie
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06:00 11.09.2019
Tolles Jubiläum: Die Feuerwehrwettkämpfe nach alter Art stiegen in Stüde zum 40. Mal. 20 Gruppen – im Bild: Kästorf – traten an. Quelle: Ron Niebuhr
Stüde

Die Feuerwehrwettkämpfe nach alter Art, von den Brandschützern selbst auch Eimerfestspiele genannt, haben in Stüde eine lange Tradition. Zum 40. Mal stieg das sportliche Kräftemessen dort kürzlich. 20 Gruppen traten an, viele Helfer packten mit an, und reichlich Zuschauer zählte man ebenfalls.

Viele Helfer

„40. Wettkampf, 20 Gruppen – das passt“, freute sich Matthias Fricke über ein gelungenes Jubiläum. Und mindestens ebenso sehr begeisterte den Stüder Ortsbrandmeister, wie viele Dorfbewohner diesmal als Helfer zur Stelle waren. „So konnten wir erstmals selbst mit drei Gruppen starten. Das gab es hier seit den 1990er Jahren nicht mehr“, erzählte Fricke. Auch das Publikum, darunter Gemeindebürgermeister Volker Arms und Ortsbürgermeister André Bischoff, war am Übungsplatz neben dem Bürgerhaus zahlenmäßig stark vertreten. So machte der Wettbewerb den Feuerwehren richtig viel Spaß.

Gruppen von außerhalb dabei

Die rückten aus allen Teilen des Landkreises an. „Und es sind sogar wieder Gruppen von außerhalb am Start“, verwies Fricke darauf, dass sich die Stüder Wettkämpfe auch über die Kreisgrenze hinaus großer Beliebtheit erfreuen. Allerdings sei das seit der Premiere 1980 nicht durchgehend so gewesen, räumte der Ortsbrandmeister ein. „Wir hatten manche Hängepartie zu verkraften“, erinnerte er sich an Saisons mit nur zwölf Gruppen. Trotzdem hielt man stets daran fest, bewahrte und verteidigte die Wettkämpfe als ein Stück Feuerwehrtradition fürs Dorfleben. Und Fricke versicherte: „Wir machen weiter.“

Löschangriff auf drei Ziele

Erst recht wenn die Resonanz so stark bleibt wie zum Jubiläum. Die 20 Gruppen absolvierten nacheinander einen Löschangriff auf drei Ziele. Dabei war Wasser über eine Tragkraftspritze zu fördern – und letztlich drei Kanister von Podesten zu spritzen. Und zwar möglichst schnell und fehlerfrei! Eine Jury aus aktiven und ehemaligen Sassenburger Orts- und Gemeindebrandmeistern sowie Helmut Jung aus Osloß bewertete die Gruppen. Jung ist eine besonders treue Seele: „38 von 40 Mal gehörte er zum Wettkampfgericht“, lobte Fricke.

Kuchen und Kartoffelsalat

Wie Jung haben viele Feuerwehren in kaum einer Saison die Stüder Eimerfestspiele ausgelassen. Zu einem guten Teil liegt das sicherlich auch an der dort herrschenden sehr familiären Atmosphäre. Trotz allen sportlichen Ehrgeizes pflegt man ein kameradschaftliches Miteinander. Das lebt auch vom kulinarischen Drumherum aus selbst gebackenen Kuchen und Torten, deftigem Gegrilltem, kühlen Getränken – und nicht zu vergessen! – Martha Frickes seit 1980 ununterbrochen selbst gemachtem legendären Kartoffelsalat. Die vielfältigen Leckereien „werden von allen dankbar angenommen“, sagte Fricke. Zumal die Feuerwehr dafür sehr zivile Preise aufruft. So kommt etwa die Osloßer Altersgruppe immer schon zum Mittagessen nach Stüde.

Sieg für Groß Oesingen

Den Sieg holte diesmal Groß Oesingen (441,3 Punkte) vor Rötgesbüttel 1 (438,5), Westerbeck (433,4), Stüde (430,3) und Sülfeld (427,7). Der Stüder Wettkampf war Teil des dreiteiligen Grand Slams, dessen erster Durchgang in Kästorf stieg und dessen Finale am Samstag, 21. September, in Rötgesbüttel ausgetragen wird. Zwölf Gruppen haben noch die Chance auf den begehrten Pokal. Die Wandertrophäe für die schnellste Einsatzübung ging in Stüde übrigens an Rötgesbüttel 1 mit 51,5 Sekunden.

Entstanden ist der Wettkampf 1980. Die große Waldbrandkatastrophe lag fünf Jahre zurück, man wollte sich für die Unterstützung der benachbarten Feuerwehren revanchieren. Das fand großen Anklang. So erwuchs daraus eine Tradition. Und für Ortsbrandmeister Fricke und seine Truppe war klar: „Unser Ziel ist, mindestens 50 Wettkämpfe in Stüde durchzuziehen.“ Darauf freuen sich viele Teilnehmer und Zuschauer gewiss schon jetzt.

Von Ron Niebuhr

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