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Sassenburg Ortsbürgermeister kritisiert die Verwaltung
Gifhorn Sassenburg Ortsbürgermeister kritisiert die Verwaltung
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20:00 19.11.2019
Pläne fürs Bürgerhaus: Stüdes Ortsrat setzt weiter auf Sanierung und Erweiterung, auch wenn eine Förderung fraglich erscheint. Quelle: Ron Niebuhr
Stüde

Stüdes Ortsbürgermeister André Bischoff ging im Ortsrat hart mit der Verwaltung ins Gericht. Dass man der Erweiterung des Bürgerhauses im Rathaus mittlerweile eher ablehnend gegenüber steht, weil es zu kostspielig und daher wohl nicht förderfähig ist, „haben wir erst aus der Zeitung erfahren“, ärgerte sich Bischoff. Die Argumentation der Verwaltung, dass die Gebäudeteile von Feuerwehr und Schützenverein eh nicht förderfähig seien, ließ Stüdes Ortsbürgermeister nicht gelten: „Das ist für unseren Anbau an den Saal vollkommen egal.“

Zu viel Arbeit rein gesteckt

Die Kosten für den Anbau sind auf eine Million Euro geschätzt worden. Man habe eine „professionelle Bauzeichnung“ und alle weiteren Unterlagen beim Landesamt für regionale Landentwicklung eingereicht, sagte Bischoff. Wegen der Vielzahl an aus allen Teilen des Landes beantragten Projekten „soll das Amt wohl entschieden haben, dass nur noch Vorhaben gefördert werden, die 500 000 Euro nicht überschreiten. Aber das ist bisher nur Flurfunk, schriftlich gibt es dazu nichts“, sagte Bischoff. Daher hielt Stüdes Ortsrat einstimmig an den Plänen für die Erweiterung und Sanierung des Bürgerhauses fest. „Wir haben so viel Arbeit reingesteckt. Wir geben jetzt nicht auf“, betonte Bischoff.

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Auch sei man von der Verwaltung darüber im Dunkeln gelassen worden, dass der Ausbau des Fuß- und Radweges zwischen Kernort und Bernsteinsee sowie die Straßenbeleuchtung zwischen Grußendorf und Stüde im Rahmen der Dorferneuerung wohl nicht realisiert werden können, kritisierte Bischoff. Beide Maßnahmen kommen auf zu wenig Punkte für eine Förderung. Zudem sei man in die „komplette Thematik Bernsteinsee“ nicht wirklich einbezogen worden. „Ich weiß nicht, ob das der richtige Ton und Umgang ist. Wenn wir uns nur noch über E-Mails und Protokolle austauschen, macht mir das keinen Spaß mehr“, sagte Bischoff. Es sei nicht schön, von Bürgern auf gewisse Dinge angesprochen zu werden und keine Ahnung zu haben. Der Informationsfluss aus der Verwaltung sei früher besser gewesen, so Bischoff.

Eine neue Bestattungsform geplant

Auf Stüdes Friedhof sind schon jetzt alle gängigen Bestattungsformen möglich, „sogar anonyme Urnen- und Erdbestattungen“, berichtete der Ortsbürgermeister. Angedacht sei nun, auch noch Urnenstelen zu errichten. Darin finden jeweils sechs bis acht Urnen Platz. Früher hätten die ausgesehen wie Regale eines schwedischen Möbelgiganten, sagte Bischoff. Mittlerweile machten sie aber richtig was her. Fachbereichsleiter Dirk Behrens erläuterte, dass man pro Stele mit Kosten von 1500 bis 1600 Euro rechne. Die Stüder sprachen sich dafür aus, sofern sichergestellt sei, dass die gleichen Modelle langfristig verfügbar sind.

Es geht um die Fördermittel

Fürs Haushaltsjahr 2020 wünscht sich der Ortsrat, dass die im Rahmen der Dorfentwicklung angestrebten Projekte durch die Gemeinde realisiert werden. „So eine gute Förderung dürfen wir uns einfach nicht entgehen lassen“, erklärte Bischoff. Darüber hinaus brachte man keine weiteren Wünsche ein. Eine Lösung müsse man allerdings für die Glascontainer finden: „Das Umfeld ist wiederholt völlig zugemüllt worden“, berichtete Bischoff.

Warum der Strahler am Bürgerhaus so wichtig ist

Und Zuhörer Wolfgang Wöckener erinnerte die Verwaltung daran, dass der Strahler, der den Schriftzug „Bürgerhaus“ beleuchten soll, nach inzwischen gut zweijähriger Auszeit immer noch nicht repariert sei. „Das Bürgerhaus ist das meistgebuchte Gebäude der Gemeinde“, sagte er. Man sollte es in Schuss halten. Womit er gleich beim nächsten Kritikpunkt war: „Die Treppe am Eingang muss instand gesetzt werden.“ Behrens erklärte, dass die Stufen komplett neu gebaut werden müssen. Daher sei vorgesehen, es gegebenenfalls im Zuge der Erweiterung zu erledigen.

Der geplante Straßenausbau

Der Straßenausbau der Waldstraße beginnt anders als zunächst geplant erst am Montag, 25. November, und dann auch vom Süden her.

Von Ron Niebuhr

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