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Sassenburg Wie Nick Weidemann den Elbrus erlebt hat
Gifhorn Sassenburg Wie Nick Weidemann den Elbrus erlebt hat
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20:51 29.08.2019
Auf dem Elbrus: Nick Weidemann bestieg den Berg im Kaukasus. Quelle: Nick Weidemann
Stüde

Ein besonderes Abenteuer hat Nick Weidemann gerade hinter sich. Der Extremsportler bestieg den Elbrus – den mit 5642 Metern höchsten Berg Europas.

„Die Idee für die Besteigung des Mount Elbrus wurde während des Abstiegs vom Kilimanjaro geboren, den ich in der Silvesternacht 2018 erklommen habe. Dort habe ich einen wander- und abenteuerverrückten Australier namens Armin kennengelernt. Wir beide haben beim Abstieg darüber philosophiert, welche Gipfel als nächstes auf uns warten könnten. Dabei war natürlich sofort die Liste der Sieben-Summits Thema. Hierbei handelt es sich umdie jeweils höchsten Gipfel auf den sieben Kontinenten“, so Weidemann. Der Mount Elbrus liegt im Kaukasus, elf Kilometer von der russisch-georgischen Grenze entfernt, auf russischer Seite als höchster Berg Europas.

Das war schon ein besonderes Abenteuer: Nick Weidemann aus Stüde hat im Kaukasus den Elbrus bestiegen – und der ist kein einfacher Berg.

Die Vorbereitungen für den Mount Elbrus starteten direkt nach Heimkehr vom Kilimanjaro. Als erstes musste ein Team gefunden werden. Hierzu wurden über WhatsApp alle Leute zusammengetrommelt, die Weidemann auf vorherigen Touren kennengelernt hatte. Letztlich hat sich ein Team aus fünf Personen gebildet mit Teilnehmern aus England, Österreich, Berlin, Australien – und Weidemann selbst.

Routentechnisch wurde sich für den Aufstieg von der Nordseite entschieden, der deutlich weniger Infrastruktur und somit viel mehr Natur bietet. Die Nordroute ist jedoch schwieriger zu besteigen, was auch die Erfolgsquoten widerspiegeln. Neben diesen Vorbereitungen musste natürlich das Visa für Russland besorgt und passende Ausrüstung gekauft werden. Nach sieben Monaten Vorbereitung ging es los. „Mit meinem 18-Kilogramm-Rucksack machte ich mich auf den Weg zum Flughafen Düsseldorf. Via Moskau ging es in die nordkaukasischen Region Stawropol.“

Schlafen in 14-Mann-Hütte

In den folgenden Tagen bezog die Gruppe das Base Camp auf 2600 Metern Höhe, wo sich vier Russen zu Team gesellten, und brachte ihr Gepäck in das 3800 Meter hoch gelegene High Camp. „Im High Camp schliefen wir in einer 14-Mann-Schutzhütte. Wie schon im Basislager war auch hier das Essen überraschend gut und damit deutlich besser als am Kilimanjaro. Die Grundlage bildete meistens Buchweizen, der um Fleisch oder Gemüse ergänzt wird. Dazu gab es häufig kräftige Suppen.“

Vom High Camp aus machte die Gruppe das erste Mal mit dem Gletscher des Mount Elburs Bekanntschaft. Bepackt mit Tagesverpflegung, Eispickel und Steigeisen ging es in zwei Seilschaften in Richtung Lenz Rocks, einer Anreihung von Felsen, die sich über den Gletscher bis zum östlichen Gipfel ziehen. „Nach drei Stunde über eine Eisflanke erreichten wir relativ erschöpft Lenz Rocks. Nach kurzem Verweilen zur Gewöhnung an die Höhe von 4 700 Meter ging es zurück zum High Camp, wo wir nach dem obligatorischem Buchweizen-Abendessen eine zweite Nacht verbrachten.“

Gipfelsturm startet nachts um 3 Uhr

Schließlich wurden alle Vorbereitungen für den Gipfelsturm getroffen. „Wir packten alle notwendigen Dinge für den Gipfel und machten uns erneut in unseren Seilschaften auf den Weg in Richtung Lenz Rocks. Dort wollten wir campen, um uns am Gipfeltag die ersten Stunden Aufstieg zu sparen. Lenz Rocks bietet jedoch wenig Witterungsschutz. Nach dem Abendessen, das aus den wohl leckersten Instant-Nudeln bestand, die ich je zu mir genommen habe, gingen wir bereits früh gegen 20 Uhr ins Bett, da der Gipfelsturm um 3 Uhr nachts beginnen sollte.“

Dann ging es los, Aufstehen um 2 Uhr nachts und Frühstück. Über eine steile Eisflanke sollte das Team vier Stunden zum Sattel zwischen West- und Ostgipfel des Mount Elbrus gehen. Die Gipfel haben eine Höhendifferenz von 21 Metern, wobei der Westgipfel der Höhere von beiden ist. „Aus genau diesem Grund ist der Westgipfel unser Ziel.“ Schließlich ist es vollbracht: „Wir standen mit Eispickel in der Hand auf dem Westgipfel des Mount Elbrus. Völlig euphorisch knipsten wir Bilder rund um die Gipfelschilder und mussten dann auch wieder rasch absteigen, da noch ein langer Weg bis zum High Camp vor uns lag. Angekommen im High Camp wurde mit russischem Schaumwein angestoßen und beschlossen, dass es nächstes Jahr mit unserm Team zum Aconcagua, dem höchsten Berg Südamerikas, gehen soll.“

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