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Sassenburg So startet Stüde in die Dorferneuerung
Gifhorn Sassenburg So startet Stüde in die Dorferneuerung
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19:00 27.11.2019
Startschuss gefallen: Mit dem ersten Spatenstich für die Erneuerung der Stüder Waldstraße hat die praktische Phase der Dorfentwicklung begonnen. Quelle: Ron Niebuhr
Stüde

Der Startschuss zur Dorfentwicklung in der Dorfregion Grußendorf-Stüde-Bokensdorf ist nach langer Vorlaufzeit gefallen. Am Mittwochvormittag erfolgte der erste Spatenstich für eines der zahlreichen Projekte: die Erneuerung von Waldstraße und Im Hägen in Stüde.

So lange hat’s gedauert

„Wir haben eine Menge Arbeit schon hinter und noch vor uns“, sagte Stüdes Ortsbürgermeister André Bischoff. Im Mai 2016 ist die Dorfregion ins Entwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen worden. Und im August lag schließlich die Genehmigung aus Braunschweig vor.

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Bereits jetzt sei die Marschrichtung klar: „Stüde wird neu“, freute sich Bischoff. Denn mit Waldstraße und Im Hägen sowie dem später folgenden Eichenkamp würden die wesentlichen Straßen des Sassenburger Ortsteils endlich generalüberholt. Der Ortsbürgermeister dankte allen, die mit großer Motivation daran mitgewirkt haben: „Die Stüder haben da wirklich sehr, sehr gute Arbeit geleistet“, betonte er. Im Schulterschluss mit der Verwaltung wohlgemerkt.

Die Kosten

Erfreulich sei, dass letztlich auch die politischen Gremien mitzogen. „Das war nicht immer einfach“, erinnerte sich Bischoff. Aber unverzichtbar, denn trotz der üppigen Förderung bleibt ja für die Gemeinde und die Anwohner ein erheblicher Eigenanteil. Allein für Waldstraße und Im Hägen bezifferte Sebastian Zielonko, Tiefbaufachmann der Gemeindeverwaltung, die Kosten auf rund eine Million Euro. Für den Eichenkamp kommen noch einmal 570 000 Euro dazu.

Darum gibt es mehrere Abschnitte

Los ging es am Wendehammer der Waldstraße. „Wir setzen die Maßnahme in mehreren Abschnitten um“, sagte Johanes Gaul von der Baufirma Koga. So hält sich die Dauer der Vollsperrung für alle Anwohner in Grenzen. Zusammen mit Im Hägen soll die Waldstraße innerhalb eines Jahres komplett erneuert werden. Für den Eichenkamp ist eine ähnliche Bauzeit veranschlagt, Beginn ist dort aber erst im Juni 2020. Alle Straßen werden auf voller Länge in Pflasterbauweise erneuert, inklusive Tiefbord und Straßenbeleuchtung. Hinzu kommen Versickerungsmulden, Sitzbänke und Tische, Anlehnbügel für Fahrräder und Abfallbehälter.

So kommt das schnelle Internet nach Stüde

Darüber hinaus lässt die Gemeinde Leerrohre für Breitbandinternet verlegen. Das eröffnet den Stüdern die Chance, Glasfaserkabel bis zum Haus zu bekommen. „Sehr kostspielig ist beim Glasfaserausbau das Aufreißen der Straßen. Davor schrecken die Anbieter zurück“, erklärte Volker Arms. Der Gemeindebürgermeister freute sich ebenso wie Bischoff, dass man mit dem Straßenbau in Stüde von der theoretischen in die praktische Phase der zunächst bis 2024 angesetzten Dorfentwicklung einsteigt.

Verzögerung in Grußendorf

Ursprünglich war vorgesehen, dass in Grußendorf zeitgleich der Startschuss fällt. Dort allerdings hat es das Startprojekt – Ausbau des Heideweges – nicht in die Dorfentwicklung geschafft. „Es ist leider unheimlich schwierig, für Straßenbauprojekte die für eine Förderung nötige Mindestpunktzahl zu erreichen“, sagte Arms. Man habe den Förderantrag noch einmal überarbeitet und hoffe, dass der Heideweg nun berücksichtigt wird. Auch für den bisher ebenfalls nicht förderfähigen Stüder Wunsch nach einem Lückenschluss im Gehweg zwischen Dorfplatz und Bernsteinsee hege man noch Hoffnung.

Weitere Ideen

Eine weitere Projektidee für Stüde ist die Erweiterung des Bürgerhauses. Für Grußendorf ist im Dorfentwicklungsplan gedacht an die Schaffung einer Bürgerbegegnungsstätte, die Umnutzung der Alten Schule, den Neubau des Feuerwehrgerätehauses, Verkehrsberuhigung auf Bromer Straße und Birkenweg, die Erneuerung von Lindenstraße und Langeweg, einen Gehweg zwischen Sandweg und Sportzentrum, die energetische Sanierung des Sportheimes, die Teilbefestigung des Parpkplatzes am Sportplatz sowie die Erneuerung der Straße Auf der Heide.

Von Ron Niebuhr

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