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Sassenburg Über den Dnepr und vorbei am Maidan: So liefen Stüder den Marathon in Kiew
Gifhorn Sassenburg Über den Dnepr und vorbei am Maidan: So liefen Stüder den Marathon in Kiew
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16:17 11.11.2019
Sie waren beim Kiew Marathon dabei: (von links) Nick Weidemann, Friedhelm Weidemann und Peter Grüning. Quelle: Privat
Stüde/Kiew

Mit insgesamt zwölf Laufbegeisterten reiste die Stüder Familie Weidemann per Flugzeug zum zehnten Kiew-Marathon. Etwa 17 000 Sportler aus 60 verschiedenen Ländern gingen in der Drei-Millionen-Stadt am Fluss Dnepr, deren Bürgermeister Vitali Klitschko seit 2014 ist. Für Erika Weidemann und Günter Bellwart, der mit seinen 78 Lebensjahren der älteste Teilnehmer der Gruppe war, ging es bereits am Samstag los. Sie liefen die Mini-Marathon-Strecke über 4,2 Kilometer und kamen nach 42 Minuten gesund und etwas erschöpft im Ziel an.

Geschafft, aber zufrieden kamen Erika Weidemann und Günter Bellwart beim Mini-Marathon ins Ziel. Quelle: Privat

Der Sonntag begann am Sophien-Platz vor der mächtigen Sophien-Kathedrale mit ihrem leuchtend goldenen Glockenturm. Hier starteten zuerst die Marathonläufer, Friedhelm Weidemann, Nick Weidemann und Peter Grüning. Etwas später begannen Bernhard Kracht und Dirk Kugel mit dem Halbmarathon über 21 Kilometer. „Es war ein bedeckter kühler Morgen, ideales Laufwetter also“, teilt Friedhelm Weidemann mit. Das kam dem Anspruch der Strecke entgegen, denn sie mussten einige Steigungen überwinden. Es ging auf und ab zwischen 200 Höhenmetern.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke

Dafür bot die Strecke einige Sehenswürdigkeiten. „Die Stadt hat etwa 100 Kirchen und Synagogen, von denen wir sicher die Hälfte passierten“, so Weidemann. Der Kurs ging vorbei an der „Mutter-Heimat-Statue“, die der Freiheitsstatue in New York City ähnlich sei. Sie thront etwa 100 Meter über dem Dnepr und ist umgeben vom Gedenkpark zu Ehren der Opfer des Zweiten Weltkriegs. Dort stehen museale Panzer und anderes Kriegsgerät, an denen die Läufer entlangliefen.

Danach ging es zweimal über die 1543 Meter lange Paton-Brücke. „Hierauf kam mir mein Sohn schon wieder entgegen“, erzählt Friedhelm Weidemann. Der sei bereits bei Kilometer 20 gewesen und er selbst erst bei Kilometer 15. Doch davon ließ er sich nicht entmutigen, denn der weite Blick von der Brücke aus über den Dnepr sei fantastisch gewesen. Hinter der Paton-Brücke ging es einige Kilometer am Flußufer entlang, bevor die Läufer auf die langgezogene Dnepr-Insel kamen, einem Naherholungsgebiet der Hauptstadt. Nicht zuletzt ging es auch am berühmtesten Platz der Stadt, dem Maidan (Unabhängigkeitsplatz) vorbei. Die U-Bahn-Station des Maidan ist 100 Meter tief. Sie wurde damals angelegt, damit die Bevölkerung einen möglichen atomaren Angriff überleben kann.

„Dawei! Dawei!“: Schnell! Schnell!

Alle Läufer kamen wohlbehalten ins Ziel: Bernhard Kracht und Dirk Kugel nach zwei Stunden und neun Minuten, Nick Weidemann nach drei Stunden und 33 Minuten, Peter Grüning nach vier Stunden und 23 Minuten und Friedhelm Weidemann nach fünf Stunden und 42 Minuten. „Tolle Stimmung herrscht auf der Strecke und wir wurden immer wieder mit ’Dawei! Dawei!’ (schnell, schnell) angefeuert.“

Sie liefen den Halbmarathon: Dirk Kugel und Bernhard Kracht. Quelle: Privat

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