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Sassenburg Warum die Truppmann-Prüfungen so wichtig sind
Gifhorn Sassenburg Warum die Truppmann-Prüfungen so wichtig sind
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21:43 31.10.2019
Toll gelaufen: Alle 34 Teilnehmer aus Sassenburgs Feuerwehren bestanden die Truppmann-Prüfungen. Quelle: Ron Niebuhr
Neudorf-Platendorf

Wer in Sassenburgs Freiwilligen Feuerwehren aktiv mitmachen möchte, braucht mindestens eine fundierte Grundausbildung. Den Nachweis darüber erbrachten jetzt insgesamt 34 Nachwuchskräfte, darunter sieben Frauen, mit der ersten beziehungsweise zweiten Truppmannprüfung im und am Feuerwehrgerätehaus in Neudorf-Platendorf.

Zur Truppmann-1-Prüfung traten drei Frauen und zwölf Männer an, zur Truppmann-2-Prüfung vier Frauen und 15 Männer. Für erstere absolvierten die Nachwuchsbrandschützer eine insgesamt mindestens 70-stündige Ausbildung. An 13 Tagen widmeten sie sich in Theorie und Praxis unterschiedlichen Themen aus dem vielfältigen Spektrum feuerwehrtechnischer Aufgaben. Unter anderem standen Erste Hilfe, Löscheinsätze und Gerätekunde auf dem Lehrplan, erklärte Henric Schreiber, stellvertretender Ausbildungsleiter der Gemeindefeuerwehr.

Übung an der Biogasanlage

Die Truppmann-2-Ausbildung vertiefte alles, was die Feuerwehrkräfte bis dahin gelernt hatten. Angesetzt waren dafür bis zur Prüfung 80 Stunden Ausbildung direkt vor Ort in den jeweiligen Ortsfeuerwehren über einen Zeitraum von zwei Jahren.

Dank galt dem Neudorf-Platendorfer Landwirt Friedrich Wolpers und dem Grußendorfer Schrottplatz Haucke. „An der Biogasanlage durften wir das Anleitern und Abseilen üben. Und der Schrottplatz hat uns Fahrzeuge zur Verfügung gestellt, die wir zu Übungszwecken auseinander geschnitten haben“, sagte Schreiber.

Durchweg gute Ergebnisse

Die Truppmann-1-Prüfung war dreiteilig. Zunächst galt es, schriftlich 20 Fragen richtig zu beantworten. Es folgte ein praktischer Teil bestehend aus einem Löschangriff, bei dem alle Handgriffe und Abläufe sitzen mussten und bei dem es nicht zuletzt auch um Teamwork ging. Eingebunden war eine mündliche Prüfung, bei der die Prüfer – Kreisausbildungsleiter Frank Papenfuß und sein Stellvertreter Dirk Wendland – die angehenden Einsatzkräfte auf ihr feuerwehrtechnisches Wissen hin abklopften. Grundsätzlich sei es möglich, schwache Leistungen in einem Prüfungsteil durch starke in einem anderen auszugleichen, „aber dazu bestand kein Bedarf“, wies Schreiber auf durch die Bank gute Ergebnisse hin. Die Truppmann-2-Prüfung kam mit einem schriftlichen Teil aus.

Viele Quereinsteiger

Gemeindebrandmeister Jörn Milkereit war voll des Lobes für alle Prüflinge: „Sie haben einen richtig tollen Job gemacht.“ So endete die Truppmann-2-Prüfung für 15 von 19 Teilnehmern mit der Note eins vor dem Komma. Das spreche für die hohe Qualität der Ausbildung in allen Sassenburger Ortsfeuerwehren. Besonders stolz könne man auf Gemeindeausbildungsleiter Holger Bellwart und seinen Stellvertreter Henric Schreiber sein, betonte er: „Ich wüsste nicht, was wir ohne die beiden machen würden. Sie leisten erstklassige Arbeit.“

Insgesamt sehe es gegenwärtig „sehr gut“ aus bei der Gewinnung von Nachwuchs, sagte Milkereit. In den Jugendfeuerwehren laufe es rund und auch die Zahl der Aktiven habe im vergangenen Jahr eine positive Entwicklung genommen. Übrigens wohl nicht zuletzt durch Quereinsteiger. Die machten im aktuellen Truppmann-1-Ausbildungsjahrgang 54 Prozent aus. Das Durchschnittsalter lag bei 22 Jahren.

Von Ron Niebuhr

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