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Sassenburg Warum an den Radwegen überall neue Schilder stehen
Gifhorn Sassenburg Warum an den Radwegen überall neue Schilder stehen
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17:00 26.11.2019
Vorbildlich beschildert: In der Sassenburg können Radler sich künftig im 110 Kilometer langen Wegenetz individuelle Touren zusammenstellen. Quelle: Ron Niebuhr
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Stüde

Beim Freizeitradwegenetz macht der Sassenburg niemand so schnell etwas vor. Die Gemeinde ist – nicht zuletzt dank der AG Fahrradwege um Jörg Thaden und Bernhard Kracht – Vorreiter. Derzeit werden die Knotenpunkte im Wegenetz beschildert. Möglich machen das Fördermittel in Höhe von 7000 Euro vom Regionalverband Braunschweig.

Lob in den höchsten Tönen

Mit insgesamt 20 großen und 59 kleinen Infotafeln stattet die AG Fahrradwege die Knotenpunkte aus. Den ersten Wegweiser nahmen Volker Arms und Claus Lorenz jetzt in Stüde an der Kreuzung von Heudamm und Waldstraße in Augenschein. Sassenburgs Gemeindebürgermeister wie auch der Sachgebietsleiter des Regionalverbandes Braunschweig waren vom enormen Engagement der AG Fahrradwegeschwer beeindruckt. „Das ist gar nicht hoch genug zu bewerten, wie viele Mühe die AG sich dabei gibt“, sagte Lorenz. Und auch die Unterstützung durch die Gemeinde sei vorbildlich.

Das hat die AG geschafft

Arms ging davon aus, dass Thaden, Kracht und Co. mit der Entwicklung des Freizeitradwegenetzes im Landkreis und wohl auch darüber hinaus viele Nachahmer finden werden: „Die AG Fahrradwege hat damit etwas ins Rollen gebracht“, lobte er. Und ein gutes Stück weit auch das Bewusstsein für die wachsende Bedeutung des Radtourismus im Landkreis Gifhorn geschärft. Diesen Eindruck bestätigte Wolfgang Harder, Vorsitzender des Gifhorner ADFC und Radbeauftragter des Landkreises: „Das hat eine neue Dynamik reingebracht.“ Zugleich unterstrich Harder, wie wichtig es war, dass die Gemeinde die ehrenamtlich aktive Fahrrad AG von Anfang an unterstützt hat. Andernfalls wäre das Projekt wohl gescheitert.

Warum Karten gar nicht mehr nötig sind

An jedem Abzweig und jeder Kreuzung des mehr als 110 Kilometer langen Radwegenetzes befindet sich ein Knotenpunkt. Jeder davon wird mit einer Übersichtstafel und einem gut erkennbaren Schild – weißer Kreis mit weißer Ziffer auf rotem Grund – versehen. Zusätzliche Plaketten weisen den Weg zum nächstgelegenen Knotenpunkt. Mit diesem nach wie vor erweiterbaren System können sich Radler individuelle Touren zusammenstellen und sie ohne aufwändiges Kartenlesen bequem abfahren. Mit ihrem Projekt stieß die AG auch beim Wasser- und Schifffahrtsamt Uelzen auf offene Ohren: „Das Amt hat jede Anregung von uns aufgegriffen und umgesetzt“, berichtete Thaden von ratzfatz umgesetzten Leitplanken und Schranken.

Helfer suchen Helfer zum Schrauben

Fürs Montieren der verbleibenden Tafeln sucht die AG Fahrradwege noch Helfer: „Das ist alles einfach zu schrauben. Das kriegt jeder hin“, ließ Kracht Ausreden von mangelndem handwerklichen Geschick nicht gelten. Verdient hätte die AG, dass viele mit anpacken, denn: „Die Fahrradenthusiasten dieser Gemeinde haben mit großem Durchhaltevermögen und viel ehrenamtlichem Engagement ein tolles Projekt auf die Beine gestellt, mit dem mehr Menschen für das Fahrradfahren begeistert werden können. Etwas Vergleichbares ist mir nicht bekannt“, lobte Lorenz. Er hoffte, dass andere Kommunen dem Beispiel folgen und ans Sassenburger Wegenetz anknüpfen. „Nirgends im Landkreis sind Radwege so gut ausgeschildert wie in der Sassenburg“, sagte Harder. Das System sollte Standard werden – deutschlandweit.

Nachahmer gesucht

Solche wirkungsvollen Projektewie in der Sassenburg fördert der Regionalverband Braunschweig übrigens auch im kommenden Jahr wieder. 40 000 Euro stehen dafür bereit. 2019 haben zehn Projekte in der Region von Fördermitteln profitiert. Die Tafeln für die Knotenpunkte des Sassenburger Freizeitradwegenetzes bezuschusste der Regionalverband mit 7000 Euro bei Gesamtkosten von 14 000 Euro.

Von Ron Niebuhr

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