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Sassenburg Rathaus-Neubau westlich der Tennisplätze
Gifhorn Sassenburg Rathaus-Neubau westlich der Tennisplätze
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18:00 13.06.2019
Wohin mit dem Rathaus? Westerbecks Ortsrat sprach sich mit knapper Mehrheit für einen Neubau westlich der Tennisplätze aus. Quelle: Ron Niebuhr
Westerbeck

Die Gemeinde Sassenburg bekommt ein neues Rathaus. Das alte steht in Westerbeck. Da liegt es nahe, das neue dort ebenfalls zu bauen. In der Standortfrage gab der Ortsrat am Mittwochabend eine Empfehlung ab, der sich aber nicht alle Mitglieder anschließen mochten.

Ein Arbeitskreis hat insgesamt sechs mögliche Standorte ins Gespräch gebracht – an der Hauptstraße südlich des Orteinganges (A), an der Hauptstraße neben dem Pflegeheim Eichenhof (B), östlich des derzeitigen Rathauses (C), westlich der Tennisplätze (D), östlich der Grundschule (E) oder westlich des Feuerwehrhauses (F) – und jeweils die Vor- und Nachteile herausgearbeitet. „Mein Favorit ist Standort D“, sagte Rainer Knop (SPD), der auch im Arbeitskreis mitgewirkt hatte. Dem schlossen sich Robin Leschke (SPD) und Ortsbürgermeisterin Annette Merz an.

CDU will gemeindeeigene Fläche

Waldemar Bartels (CDU) dagegen plädierte für Standort B: „Es ist eine gemeindeeigene Fläche“, man müsse also keine Mittel für den Grunderwerb einplanen. Zudem sei die Lage mitten im Dorf ideal. Auch könne man mit dem Rathausbau dem Wunsch Nachdruck verleihen, für die fünfarmige, unübersichtliche Kreuzung von Ringstraße, Hauptstraße, Kleiner Dorfstraße und Dannenbütteler Weg eine Kreisellösung herbeizuführen. Ungeachtet möglicher Verkehrsprobleme wäre das Rathaus ein Gewinn für die Gestaltung der Ortsmitte, sagte Bartels.

Dem widersprach Andreas Kautzsch (BIG): „Das ist die letzte Fläche im Dorf, die wir für die Bürger gestalten können. Dort gehört Leben hin, keine Verwaltung.“ Dieses „Premiumgrundstück“ sei „zu schade für ein Rathaus“, in dem man „vielleicht alle zehn Jahre mal einen Ausweis abholt.“ Standort D sei auch ungeeignet, denn das Rathaus sorge für Verkehrsbelastung im benachbarten Wohngebiet und sei „kein schöner Anblick für die Anwohner“.

BIG will Rathaus im Triangeler Gewerbegebiet

Letztlich fegte Kautzsch alle vorgeschlagenen Standorte vom Tisch – und brachte einen neuen ins Spiel: das Triangeler Gewerbegebiet! Dort müsse man keine Rücksicht auf Anwohner nehmen, könne über bereits voll erschlossene Flächen frei verfügen und neben dem Rathaus auch locker noch den Bauhof unterbringen.

Der Ortsrat sprach sich auf Knops Antrag mit drei Ja und zwei Nein für den Standort westlich der Tennisplätze aus. Kautzsch wollte dennoch prüfen lassen, inwieweit sich Rathaus und Bauhof im Gewerbegebiet realisieren lassen. Der Ortsrat lehnte das bei einem Ja, zwei Nein und zwei Enthaltungen ab.

Jubiläums-Holztafeln aufpolieren

Mit Holztafeln erinnert Westerbeck an sein 600-jähriges Bestehen. Diese Schilder haben inzwischen ihrerseits auch schon 30 Jahre hinter sich. Zuletzt sind die Pfosten bei einem Sturm beschädigt worden. Der Ortsrat empfahl, sie instand zu setzen. Weitere Themen: Einbahnstraßen, Spielplätze und Friedhöfe.

Zwei von drei Jubiläumstafeln sind bereits neu im Boden verankert worden. Da es sich um ehemalige Telefonmasten ungleichmäßiger Stärke handelt, sind dafür Betonfundamente gegossen und u-förmige Eisen eingesetzt worden. Der Ortsrat empfahl mit vier zu eins Stimmen weiter so vorzugehen, auch wenn das wegen des schlechten Gesamtzustandes der Tafeln wohl keine Dauerlösung sei.

Wird der Bokensdorfer Weg bald Einbahnstraße?

Für den Bokensdorfer Weg zwischen Hauptstraße und Ringstraße ist es denkbar, eine Einbahnstraßenregelung zu treffen – und zwar in Richtung des Rathauses. Ebenfalls eine Einbahnstraße könnte der Mühlenweg in Fahrtrichtung Kleine Dorfstraße werden. Zu beidem mochte der Ortsrat keine Empfehlung abgeben. „Wir sollten erst mit den Anwohnern darüber sprechen“, empfahl Rainer Knop (SPD). Denn erfahrungsgemäß seien von Einbahnstraßen nicht alle begeistert.

Einbahnstraße denkbar: Der von der Haupstraße abzweigende Bokensdorfer Weg ist bis zur Ringstraße womöglich bald nur noch in Richtung Rathaus befahrbar. Quelle: Ron Niebuhr

Anwohner des Spielplatzes an der Neuferchauer Straße haben sich darüber beschwert, dass Bälle vom Bolzplatz auf ihre Grundstücke und dort gegen Fenster und Autos fliegen. Andreas Kautzsch (BIG) sagte, dass der Spielplatz für einen Bolzplatz zu klein sei. Man sollte eine andere Fläche dafür suchen. Der Ortsrat schloss sich mit vier Ja und einer Enthaltung Knops Antrag an, einen Ortstermin mit den Anwohnern zu machen und erst dann weiter darüber zu beraten.

Noch keine Entscheidung über Urnenbestattungen

In der Frage, wie Urnenbestattungen möglich sein sollen, möchte der Ortsrat die geplante Bereisung von Friedhöfen in der Region abwarten. Bisher habe man sich zwar für Urnensammelgräber um Bäume auf dem Friedhof ausgesprochen, „aber vielleicht finden sich dazu ja noch Alternativen“, sagte Waldemar Bartels (CDU).

Eine Zuhörerin regte an, das Dorf grüner zu gestalten. Man sollte die Pflanzbeete in den Baugebieten aufwerten und die Mohnwiese an der Tennishalle ebenfalls. Auch sollte die Gemeinde mit gutem Beispiel vorangehen und die Steinbeete vorm Rathaus durch Grünbeete – am besten mit Bäumen – ersetzen.

Von Ron Niebuhr

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